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Wirtschaft 34 Mitarbeiter verlassen Nobiskrug
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16:10 07.12.2018
Von Frank Behling
34 der rund 950 Mitarbeiter sollen die Nobiskrug Werft in Rendsburg verlassen. Quelle: Frank Behling
Kiel/Rendsburg

Nach fast fünfmonatigen Verhandlungen mit Betriebsrat, Gewerkschaften und Geschäftsführung sollen 34 der rund 950 Mitarbeiter die Nobiskrug Werft in Rendsburg verlassen. 46 Mitarbeiter können von Rendsburg nach Kiel wechseln. Das gab das Unternehmen am Freitag bekannt. Ursprünglich war von einem Personalabbau von bis zu 190 Mitarbeitern ausgegangen worden.

Das Zukunftskonzept der Werftengruppe German Naval Yards hat die Konzentration des Baus von Schiffsrümpfen am Standort Kiel zum Ziel. Die Fertigung in Rendsburg an der Obereider wird eingestellt. Dort sollen künftig die Rümpfe aus Kiel ausgerüstet werden. 

Für Lindenau Werft wird Konzept erarbeitet

Die Lindenau Werft in Kiel bleibt weiter Teil von German Naval Yards. Der Bereich Schiffsreparatur am Standort Kiel-Friedrichsort wird jedoch heruntergefahren und Mitte Januar vorläufig ausgesetzt. Für die 1919 gegründete Lindenau-Werft werde an einem neuen Konzept für die Zukunft gearbeitet, heißt es.

„Wir suchen nach einem neuen, wirtschaftlich tragfähigen Nutzungskonzept. Mir ist es wichtig, dass wir eine Lösung finden, die nachhaltig ist“, sagte  Bertram Liebler, Geschäftsführer der Nobiskurg GmbH. Die 19 in Friedrichsort beschäftigten Mitarbeiter haben nach Mitteilung des Unternehmens neue Aufgaben in der Gruppe erhalten.

Auslastung reicht bis ins Jahr 2020

Der größte Einschnitt der Werftengruppe trifft den Standort Rendsburg. Die Einigung zwischen Geschäftsführung und Belegschaft sieht vor, dass 46 Werftarbeiter zum Jahreswechsel von der Nobiskrug Werft zur Kieler Schwesterwerft German Naval Yards wechseln. In Kiel soll zukünftig der Bau von Rümpfen für Jachten und Marineschiffe konzentriert werden. 

Besonders im Jachtbereich und beim Marineschiffbau werden weiter Auftragseingänge erwartet.  „Wir hoffen sehr, dass die Werft sich weiter so positiv entwickeln wird, damit diese Stellen auch längerfristig erhalten bleiben können“, sagte Liebler. Zur Zeit reicht die Auslastung hier bis in das Jahr 2020.

Die 34 in Rendsburg von der Entlassung bedrohten Mitarbeitern sollen Angebote zum frühzeitigen Übergang in den Ruhestand oder zur Qualifizierung in einer Transfergesellschaft angeboten werden. 

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