Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Wirtschaft German Naval Yards hofft auf Großauftrag
Nachrichten Wirtschaft German Naval Yards hofft auf Großauftrag
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:00 03.03.2018
German Naval Yards Kiel hat bereits erfolgreich Kriegsschiffe für die Emirate und Algerien gebaut. Darunter auch zwei Fregatten der Klasse Meko 200 (im Bild). Quelle: Frank Behling
Kiel

Die Kieler Werft wiedersprach den Gerüchten, dass der Großauftrag der Marine durch das Ausscheiden des Bieter-Konsortiums TKMS/Lürssen jetzt an ausländische Werften gehen würde. Am Donnerstag hatte das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr den Firmen schriftlich mitgeteilt, dass deren Angebot nicht mehr Bestandteil des Verfahrens sei.

Als ein Grund für die rote Karte durch die Rüstungsbehörde wird der zu hohe Preis des Bieter-Konsortiums genannt. So soll der von TKMS geforderte Preis für die vier ersten Schiffe deutlich über den 3,9 Milliarden Euro gelegen haben, die sich das Verteidigungsministerium als Limit gesetzt hatte. Mit der Entscheidung macht die Bundeswehr gegenüber der Industrie Ernst.

Mit TKMS und Lürssen scheidet jetzt binnen eines Jahres erneut eine Großwerft aus dem Bieterkreis fürs MKS180 aus. Zuvor hatten bereits die französische Werft DCNS und die italienische Großwerft Fincantieri den Rückzug vom Projekt MKS180 angetreten. Nur TKMS/Lürssen, German Naval Yards und Damen waren in der Endauswahl. Wer von den beiden verbliebenen Bietern das Rennen machen wird, entscheidet sich im Laufe des Jahres.

Die Kieler Werft verweist auf ihre bisherigen Leistungen. „German Naval Yards Kiel hat in den vergangenen Jahren bewiesen, dass der Standort Kiel gut geeignet ist, große Marineprojekte im Zeit- und Kostenrahmen zu realisieren. Unser Gesellschafter hat in Deutschland über 100 Millionen Euro investiert, um die Werften in ihren Produktsegmenten auszubauen und weitere Arbeitsplätze zu schaffen“, sagte ein Sprecher am Freitag.

Von Behling

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nach einem Medien-Bericht über eine mögliche Streichung oder Verlegung Tausender Stellen hat der Luftfahrtkonzern Airbus ein Treffen mit dem europäischen Betriebsrat in der kommenden Woche bestätigt. Danach solle die Öffentlichkeit informiert werden, sagte ein Unternehmenssprecher der dpa.

03.03.2018

Nach dem Urteil zu möglichen Diesel-Fahrverboten rechnet Branchen-Experte Ferdinand Dudenhöffer mit weiteren Preisnachlässen für Neuwagen. Die Kunden würden die bereits angebotenen Verschrottungs- und Eintauschprämien noch stärker als bislang in Anspruch nehmen.

03.03.2018

Rückruf bei Lidl: Weil sich Plastikteile in Salami befinden könnten, hat ein Hersteller sein Produkt beim Discounter zurückgerufen. Die Wurst war in sechs Bundesländern verkauft worden.

02.03.2018
Anzeige