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Wirtschaft IKK-Chef: Kassen müssen Handwerk stärken
Nachrichten Wirtschaft IKK-Chef: Kassen müssen Handwerk stärken
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08:00 25.06.2018
Von Ulrich Metschies
Um fit zu bleiben, brauchen Handwerker andere Unterstützung als Angestellte in Büroberufen.  Quelle: Nicolas Armer
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Kiel

„Es gibt viel zu wenig Gesundheits- und Präventionsprogramme, die auf die ganz speziellen Bedürfnisse von Handwerkern zugeschnitten sind“, kritisiert Hermes.

"Wenn sich nichts ändert, können wir gleich mit der AOK fusionieren"

Dabei bezieht er die Innungskrankenkassen, die ihre Wurzeln im Handwerk haben, ausdrücklich ein: „Statt auf die Besonderheiten von Azubis, Gesellen und Meistern mit maßgeschneiderten Angeboten zu reagieren, laufen die Innungskrankenkassen Gefahr, zu einem Gemischtwarenladen zu werden.“ Sollte sich daran nichts ändern, „können wir gleich mit der AOK fusionieren“, sagte Hermes im Gespräch mit KN-online.

Das Thema fit sein im Alter sei vielfach noch nicht angekommen

Wie in vielen Branchen mache der Fachkräftemangel auch dem Handwerk zu schaffen, berichtet Hermes. Gerade wenn Betriebe viele Aufträge abzuarbeiten hätten, werde händeringend jeder Mitarbeiter gebraucht. Neue seien dagegen schwieriger zu finden. So habe sich die Lage für die älteren Arbeitnehmer geändert: Früher wären diese eher in den Ruhestand gegangen, heute werden sie länger im Betrieb benötigt. „Die älteren müssen fit bleiben, das macht das Thema Gesundheit so wichtig im Handwerk“, sagt Hermes. Doch das sei bei vielen traditionellen Handwerksbetrieben noch nicht so richtig angekommen.

IKK Nord hat 231000 Versicherte

Mit insgesamt sieben Präventionszentren und speziellen Gesundheitsprogrammen für kleine und mittlere Handwerksbetriebe sieht sich die IKK Nord durchaus als starker Partner des Handwerkes in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, in dem rund 220000 ihrer 231000 Versicherten beschäftigt sind. Bei den anderen fünf Innungskrankenkassen müssten das Problembewusstsein und damit auch die speziellen Dienstleistungen und Angebote für diese Kundengruppe einen genauso hohen Stellenwert einnehmen. Dabei, so der Kassenchef, gehe es um die Lösung einer enorm anspruchsvollen Aufgabe: „Wie können sich ältere Kollegen in Branchen fit halten, in denen vor allem die körperliche Belastung der Beschäftigung schnell Grenzen setzen kann?“

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