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Wirtschaft HusumWind hat Perspektive
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19:37 15.08.2013
Von Ulrich Metschies
Ein Drittel weniger Besucher, die Hälfte der bisherigen Ausstellerzahl: Der Neustart der HusumWind bedeutet für die einstige internationale Branchenleitmesse eine radikale Schrumpfkur. Quelle: dpa
Husum

Über einen Zeitraum von zunächst zehn Jahren erstreckt sich die im Frühjahr mit Hamburg vereinbarte Kooperation. Danach wird es künftig im jährlichen Wechsel eine große internationale Windmesse in Hamburg geben (erstmals 2014) und eine kleinere, auf den nationalen Markt fokussierte Branchenmesse in Husum (Start 2015).

 Zur Erinnerung: Vor dieser Vereinbarung hatten sich beide Messegesellschaften offen bekriegt. Mit der Ankündigung, zeitgleich zur HusumWind 2014 eine eigene Windmesse zu starten, brachten die Hamburger nicht nur die Gemüter an der Westküste zum Kochen, sondern vergifteten phasenweise auch das politische Klima zwischen beiden Bundesländern. „Die Messen rasten wie zwei Hochgeschwindigkeitszüge aufeinander zu“, sagt Becker heute. „Ohne Partnerschaft hätte es geknallt – mit einem Riesenschaden nicht nur für die beiden Messegesellschaften, sondern auch für die Branche und den Ruf Norddeutschlands.“

 Zentrale Messe für den nationalen Markt, Konzentration auf mittelständische Aussteller, enger Praxisbezug und ein noch umfangreicheres Kongressprogramm – so wird sich die neue HusumWind in der Zusammenarbeit mit Hamburg unter dem Dach einer gemeinsamen Messegesellschaft positionieren. Becker: „Die Kooperation erlaubt es beiden Standorten, ihre Stärken auszuspielen.“ Während die global aufgestellte WindEnergy Hamburg erste Adresse für die internationalen Spieler der Branche sei, orientiere sich die neue HusumWind an den Bedürfnissen mittelständischer Anbieter: „Viele Aussteller“, sagt Becker, „legen großen Wert auf kurze Wege, authentische Atmosphäre und auch darauf, ihr Angebot in einer Wind-Pionierregion zu präsentieren.“ Auch bei den Kosten wird die HusumWind ihrer neuen Zielgruppe entgegenkommen: Die Preise für Messestände sollen um fast ein Drittel sinken, gleichzeitig wird die Ausstellungsfläche je Stand auf 200 Quadratmeter begrenzt.

 Becker ist überzeugt: „Unser neues Konzept kommt an, und der Markt ist groß genug für beide Messen.“ Allerdings schrumpft die HusumWind deutlich: Die Zahl der Aussteller wird von einst 1200 auf rund die Hälfte sinken, und nach 30000 Besuchern 2012 erwartet Becker im Herbst 2015 ein gutes Drittel weniger. Zum Vergleich: Die mit 65000 Quadratmetern Ausstellungsfläche vierfach größere WindEnergy Hamburg erwartet 2014 (23. bis 26. September) mehr als 1000 Aussteller und 40000 Besucher.

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