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Wirtschaft IHK warnt vor Steuerspirale
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15:13 30.10.2014
Trotz sprudelnder Einnahmen habe jede siebte Gemeinde mit mehr als 2000 Einwohnern in Schleswig-Holstein in diesem Jahr die Gewerbesteuerhebesätze erhöht. Quelle: dpa
Kiel

Bei der Grundsteuer B sei es sogar fast jede vierte Kommune. Die nächsten Steuererhöhungen seien schon geplant. So wolle Lübeck 2016 die Gewerbesteuer auf den Landes-Spitzenwert von 450 Prozent anheben. „Wir befürchten eine negative Signalwirkung für alle Gemeinden im Land“, sagte IHK-Präsidentin Friederike C. Kühn.

In Kommunen wie Neumünster, Lauenburg, Schwarzenbek, Uetersen und Bad Segeberg stünden ebenfalls Erhöhungen an, hieß es. „Auf lange Sicht gewinnt nur ein Standort, der außer einer guten Infrastruktur auch niedrige Steuersätze für Investoren bietet“, sagte Kühn. Der Gewerbesteuerhebesatz sei ein entscheidender Standortfaktor. Der durchschnittliche Wert sei im Norden in diesem Jahr von 346 auf 348 Prozent gestiegen. Die Hebesätze schwanken zwischen 240 Prozent in Bosau (Kreis Ostholstein) und 430 Prozent in Kiel und Lübeck. Bei der Grundsteuer B ist das Gefälle noch viel größer: Rellingen berechnet laut IHK 0 Prozent, Kiel und Lübeck 500.

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