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Wirtschaft Gute Prognose für die Klinck-Kette
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07:00 04.12.2018
Von Ulrich Metschies
Friseur Klinck hat Insolvenz beantragt. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Doch ganz ohne Einschnitte wird es nicht gehen: Die Friseur Klinck GmbH mit Sitz in Kiel soll nach Angaben Schröders durch die Schließung und den Verkauf unrentabler Standorte sowie "eine Fülle von Einzelmaßnahmen" wieder in die Gewinnzone zurückkehren. Dazu zählt Schröder etwa die Ausweitung der Handels-Umsätze mit Friseurprodukten in den Filialen sowie eine Steigerung der Online-Umsätze. Diesen Vertriebsweg könne man deutlich intensiver nutzen, als es bislang der Fall sei.

Weniger als 20 Prozent der Salons müssen schließen

Wie viele Salons genau schließen müssen, kann der Insolvenzverwalter zum aktuellen Zeitpunkt nicht sagen, doch sei es eine "erste Schätzung", dass "weniger als 20 Prozent" der Standorte den Betrieb einstellen oder verkauft werden müssen. Geplant sei eine Sanierung der Friseurkette in eigener Regie bis voraussichtlich Mitte 2019. Die Beteiligung von Investoren sei jedoch nicht ausgeschlossen.

Im Detail ist bislang noch nicht klar, warum das vor 90 Jahren gegründete Unternehmen aktuell existenzbedrohende rote Zahlen schreibt. Fest steht jedoch: Klinck mit seinen aktuell 750 Mitarbeitern hat nicht schnell genug auf verändertes Kundenverhalten und steigende Lohnkosten reagiert.

Klinck reagierte nicht schnell genug auf das Kundenverhalten

Bundesweit kann der Markt für Friseurdienstleistungen zwar weiter zulegen, doch vom Wachstum profitieren vor allem Discount-Friseure sowie kleinere und hochpreisige Salons mit Wellness-Charme und individueller Kundenansprache. Mit den Marken Cut & Cash und Tophair ist das Unternehmen zwar in beiden Segmenten vertreten, doch der Löwenanteil der Salons muss sich im mittleren Preisbereich behaupten, wo der Wettbewerb um Kunden besonders heftig tobt.

Schröder betonte, dass das Unternehmen im Kern solide aufgestellt sei, allerdings habe der Mix aus gewinnstarken und -schwächeren Standorten aufgrund der veränderten Wettbewerbsbedingungen nicht mehr gestimmt.

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