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Wirtschaft Jeder Zweite zweifelt am Baukindergeld
Nachrichten Wirtschaft Jeder Zweite zweifelt am Baukindergeld
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14:16 09.06.2018
Der Weg zum Eigenheim: Das Baukindergeld soll jungen Familien helfen, selbst ein Haus zu bauen. Quelle: dpa
Berlin

1200 Euro pro Kind und Jahr, zehn Jahre lang. Das geplante Baukindergeld soll Familien helfen, ihr Eigenheim zu kaufen. Trotzdem stößt es in Deutschland auf viel Kritik. Gut jeder Zweite bezweifelt laut einer Umfrage, dass der staatliche Zuschuss den Haus- oder Wohnungskauf attraktiver machen kann.

Mit Vorteilen rechnet demnach nur gut jeder Dritte, wie aus einer repräsentativen Befragung für den Zentralen Immobilien-Ausschuss hervorgeht, die der Deutsche Presse-Agentur vorliegt. Besonders in sehr dicht besiedelten Regionen glauben die Menschen demnach nicht daran, dass der Plan der Bundesregierung wirkt. Doch auch auf dem Land überwiegt die Zurückhaltung, ebenso bei Familien.

Gewerbesteuer senken, statt Baukindergeld einzuführen

Der Immobilien-Ausschuss verlangte, statt des Baukindergeldes die Grunderwerbsteuer zu senken. „Das würde auch dem Mietwohnungsbau helfen“, meinte Verbandspräsident Andreas Mattner. Er verweis darauf, dass in den vergangenen zehn Jahren 14 Bundesländer den Steuersatz erhöht haben, von 3,5 Prozent des Kaufpreises auf bis zu 6,5 Prozent. Käufer müssen die Steuer in der Regel mit Eigenkapital bestreiten. „Die Höhe des Baukindergelds reicht da bei weitem nicht aus, insbesondere nicht in den Großstädten“, sagte Mattner.

Laut Koalitionsvertrag sollen sie für den Kauf oder Bau einer Wohnung oder eines Hauses 1200 Euro pro Kind und Jahr erhalten, und zwar über einen Zeitraum von zehn Jahren. Die Einkommensgrenze liegt bei 75.000 Euro zu versteuerndem Einkommen plus 15.000 Euro pro Kind. Die Leistung soll rückwirkend zum 1. Januar 2018 bewilligt werden.

Von RND/dpa

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