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Baustart für israelische Korvette

Kieler Werften Baustart für israelische Korvette

Festakt bei der Kieler Werft ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS). Mit einem Zeremoniell hat am Mittwochmorgen der Bau der ersten von vier Korvetten für die israelische Marine begonnen. Es sind die ersten Überwasserschiffe für die Marine Israels aus Kiel.

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In einer Halle der Kieler Marinewerft wurde bei einem Brennstart die erste Stahlplatte für die erste der vier Korvetten angeschnitten.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen traf auf der Werft eine Delegation mit hochrangigen Vertretern der israelischen Streitkräfte und des Verteidigungsministeriums ein. In einer Halle der Kieler Marinewerft wurde bei einem Brennstart die erste Stahlplatte für die erste der vier Korvetten angeschnitten. Die rund 90 Meter langen Schiffe werden die größten Überwassereinheiten der Marine Israels sein.

Der Bau dieser Schiffe war im November 2015 an die Kieler Werft TKMS vergeben worden. Das Auftragsvolumen liegt bei etwa 430 Millionen Euro. 115 Millionen Euro davon übernimmt die Bundesregierung als Beitrag zur Stärkung der Sicherung der israelischen Seegrenze und zum Schutz des Staates Israel.

Die vier Schiffe werden zwischen Ende 2019 und 2021 in Kiel fertiggestellt. Die Werft German Naval Yards Kiel baut im Unterauftrag für TKMS die Schiffe. Das Quartett wird in Kiel ohne Bewaffnung geliefert. Die Ausrüstung mit den Waffensystemen erfolgt erst nach der Ankunft in Israel.

Foto: Vizeadmiral Andreas Krause (rechts)  und sein israelischer Kollege Admiral Eli Sharvit, Befehlshaber der Marine Israels.

Vizeadmiral Andreas Krause (rechts) und sein israelischer Kollege Admiral Eli Sharvit, Befehlshaber der Marine Israels.

Quelle: IDF

Der Besuch der israelischen Militär-Delegation in Kiel war von erhöhten Sicherheitsmaßnahmen begleitet. Schutz- und Wasserschutzpolizei sicherten die Hotels sowie die Werft ab. „Wir sind in das Sicherheitskonzept eingebunden“, bestätigte Oliver Pohl, Sprecher der Polizei Kiel. An der Zufahrt zur Werft standen Streifenwagen und auf der Hafenseite patrouillierte das Polizeiboot „Neumühlen“. 

Beim Besuch auf der Werft bekam die Delegation außerdem auch das neue U-Boot „Dakar“ zu sehen, das in der Halle 371 gerade ausgerüstet wird. Wie zuvor beim Bau von Marinefahrzeugen für Algerien und Singapur wurden auch diesmal deutsche Medien beim Festakt ausgeschlossen.  

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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