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Wirtschaft Megakonzern Wanda in Peking fällt in Ungnade
Nachrichten Wirtschaft Megakonzern Wanda in Peking fällt in Ungnade
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11:37 18.07.2017
Wanda-Gründer Wang Jianlin hat Probleme mit der chinesischen Regierung. Quelle: AP
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Peking

Die Aktie von Wanda Hotel Development, einem Geschäftsfeld des Konzerns, verlor am Montag bis zu fünf Prozent an Wert. Chinesische Regulatoren hatten dafür gesorgt, dass Staatsbanken keine weiteren Kredite mehr an Wanda vergeben. Das Unternehmen soll bei Übernahmen im Ausland chinesisches Recht gebrochen haben. Demnach soll es gegen die Kapitaltransfer-Beschränkungen verstoßen haben, die die chinesische Regierung im letzten Jahr verhängt hatte.

Seit 2016 werden Geldflüsse ins Ausland über mehr als 10 Milliarden Dollar scharfen Kontrollen unterworfen. Auch alle grenzüberschreitenden Transaktionen im Wert von mehr als 5 Millionen Dollar benötigen seitdem eine besondere Genehmigung. Grund für die Maßnahmen ist die destabilisierende Wirkung auf den chinesischen Devisenschatz, der mit dem Kapitalfluss erheblich zusammenschmilzt. Zudem soll durch die neuen Finanzkontrollen die Abwertung der heimischen Währung gestoppt werden.

Die Übernahme weltweiter Kinoketten steht im Fokus

Im Detail soll das Unternehmen bei den Übernahmen des skandinavischen Kinobetreibers Nordic Cinema Group sowie dem Kauf vom amerikanischen Kino-Unternehmen Carmike Cinemas nicht nach den chinesischen Regeln gespielt haben. Nun folgte die Verwarnung aus Peking.

Ein Wanda-Sprecher ließ diese am Dienstag noch unkommentiert, auch die chinesische Bankenregulierungsbehörde war für ein Statement nicht zu erreichen.

Die chinesische Wanda Group wurde 1988 von Wang Jianlin gegründet und betreibt vier Unternehmenssparten. Mit den Bereichen Gewerbeimmobilien, Freizeit, Elektronik und Kaufhäuser entwickelte sich das börsennotierte Unternehmen zu einem der größten Mischkonzerne der Welt. Wanda gehören in seinem riesigen Konglomerat unter anderen mehr als 8.000 Kinoleinwände in den USA und 20 Prozent am spanischen Spitzenklub Atletico Madrid.

Gründer Wang Jianlin bei Forbes auf Platz 18

Zudem entwickelt es nach der Übernahme der amerikanischen Filmproduktion Legendary Pictures Hollywood-Kinostreifen. Der Fantasy-Blockbuster „The Great Wall“ mit Matt Damon in der Hauptrolle gehörte 2016 zu den ersten unter der Wanda-Ägide.

Unternehmensgründer Wang Jianlin ist einer der reichsten Männer Chinas. Das US-Magazin Forbes listete ihn in diesem Jahr im weltweiten Ranking auf Platz 18. An der Spitze der chinesischen Reichen-Liste wechselt sich Jianlin regelmäßig mit Jack Ma, Boss von IT-Firmenriese Alibaba, ab.

Von RND/krö

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