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Wirtschaft Smartphone als Kreditkarte
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08:00 22.12.2018
Von Ulrich Metschies
An vielen Kassen, egal ob Supermarkt oder Tankstellen, kann man bereits kontaktlos mit einem Smartphone bezahlen. Quelle: Marc Tessensohn
Kiel

Doch der Start verläuft holprig: Volksbanken und Sparkassen etwa haben Apple Pay noch nicht im Angebot. Sie fühlen sich ausgebremst, da der US-Konzern die Schnittstellen seiner Geräte nur für ausgewählte Partner öffnet. Zudem warnen Verbraucher- und Datenschützer vor den Datenspuren, die Kunden hinterlassen, wenn sie mobile Bezahlsysteme nutzen. 

Mobiles Bezahlen bislang nur mit Android-Handy

Bislang konnten in Deutschland nur die Nutzer von Android-Geräten im Laden bezahlen. So gut wie alle Banken haben dafür die entsprechenden Apps im Angebot. Beim Start von Apple Pay jedoch sind bislang nur handverlesene Partner des US-Konzerns dabei, darunter Branchenprimus Deutsche Bank, Hypovereinsbank, die Commerzbank-Tochter Comdirect oder die Internet-Bank N26. „Wir verzeichnen ein reges Kundeninteresse“, sagt Stefan Flohrs von der Hypovereinsbank in Kiel. Auch künftig rechne man mit einem „sehr hohen Kundenzuspruch“ bei Apple Pay, da rund die Hälfte aller Kunden Apple-Nutzer seien. Gleiches gilt für die Deutsche Bank, aus deren Sicht sich mit Apple Pay „eine große Lücke“ beim mobilen Bezahlen schließt. Gefragt ist die digitale Geldbörse vor allem bei jungen Kunden.

Nur wenige Banken beim Start von Apple Pay dabei

Nicht nur Genossenschaftsbanken und Sparkassen sind bei Apple zunächst außen vor. Auch Commerzbank und Postbank setzten vorerst weiter auf Android. Grund: Diese Institute haben keinen Zugriff auf den NFC-Funkchip im iPhone. NFC steht für „Nahfeldkommunikation“ und ist ein Funkstandard zur drahtlosen Datenübertragung. Er ermöglicht das bargeldlose Zahlen, indem das Smartphone wenige Zentimeter über das Terminal gehalten wird. Dabei simuliert das Smartphone eine Bezahlkarte. Bei der Förde Sparkasse heißt es, das mobile Bezahlen mit Apple-Geräten sei von „besonderem Interesse“. Auch die Kieler Volksbank bezeichnet die Beschränkung auf Android als „hinderlich“. 

Einzelhandel sieht sich gut gerüstet

Der schleswig-holsteinische Einzelhandel sei auf kontaktloses Bezahlen „gut vorbereitet“, sagt Dierk Böckenholt, Hauptgeschäftsführer beim Handelsverband Nord: „Inzwischen ist der weit überwiegende Teil der Terminals mit dem Wellensymbol ausgestattet und kann entsprechende Zahlarten akzeptieren.“

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