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Wirtschaft Deutschland bei Nachfrage nach E-Autos auf Platz 2
Nachrichten Wirtschaft Deutschland bei Nachfrage nach E-Autos auf Platz 2
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09:00 17.01.2019
Eine Autofahrerin lädt ihr Elektroauto an der deutschlandweit ersten Ultraschnellladestation an der Raststätte Brohltal Ost an der Autobahn A61 auf. Quelle: Thomas Frey/dpa
Berlin

Die weltweite Nachfrage nach Elektroautos und Plug-In-Hybriden ist im vergangenen Jahr nach einer aktuellen Studie auf 2,1 Millionen gewachsen. Ihr Marktanteil stieg nach Angaben des CAM-Instituts in Bergisch Gladbach damit auf 2,4 Prozent aller Neuzulassungen. Im laufenden Jahr rechnet Institutsleiter Stefan Bratzel mit einem weiteren Zuwachs der Verkäufe auf 2,7 Millionen E-Fahrzeuge.

Treiber der Entwicklung ist weiterhin China. Die Volksrepublik steht für 60 Prozent der weltweiten Nachfrage, so Bratzel: Gut eine Million E-Autos und 202 000 elektrisch betriebene Nutzfahrzeuge seien vergangenes Jahr dort verkauft worden. Der Marktanteil sei auf 4,5 Prozent gestiegen. Im laufenden Jahr erwarte er einen weiteren Zuwachs auf 1,6 Millionen E-Fahrzeuge.

Norwegen in Europa bei E-Autos vorn

In den USA stiegen die Verkäufe auf 361 000 E-Autos oder 2,1 Prozent Marktanteil. Der neue Tesla habe den Ausschlag gegeben, heißt es in der CAM-Studie. In Europa ist Norwegen mit 73 000 verkauften E-Autos der größte Absatzmarkt - jede zweite Neuzulassung in dem mit Öl reich gewordenen Land ist ein Elektroauto. In Deutschland stieg die Nachfrage auf 68 000 E-Fahrzeuge oder 2,0 Prozent Marktanteil, in Großbritannien auf 60 000, in Frankreich auf 46 000.

2020 wird großer Sprung erwartet

Mit der Einführung neuer E-Modelle von Tesla, Audi und Daimler rechnet Bratzel im laufenden Jahr in Deutschland mit 90 000 neu zugelassenen E-Autos. Ein größerer Sprung sei hier wie auch weltweit erst ab 2020 zu erwarten, weil dann viele Hersteller neue E-Autos auf den Markt bringen. Außerdem zwingen die EU-Klimavorgaben die Autobauer dann, ihre CO2-Werte mit Elektroautos zu senken. Die Lade-Infrastruktur sei allerdings ein kritischer Faktor.

Von RND/dpa

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