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Wirtschaft Netzbetreiber forcieren Ausbau der LTE-Technik
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15:40 30.08.2012

Die vierte Generation des Mobilfunks wird das digitale Alltagsleben nach seiner Einschätzung stärker verändern als die Vorgängertechnik UMTS. Der Wechsel von UMTS zu LTE sei ein größerer Schritt als von der Basistechnik GSM zu UMTS, sagte Schulte-Bockum. "Wir sind in einer gigantischen Umbruchsituation, wir investieren massiv in unser Netz."

Schulte-Bockum räumte ein, es sei "etwas naiv" gewesen, für den Ausbau von LTE in diesem Jahr keine zusätzlichen Investitionsmittel in den Etat genommen zu haben. Dies mache sich nun bei einigen Problemen im stark genutzten UMTS-Netz bemerkbar, sagte der Vodafone-Manager und verwies auf einen aktuellen Netz-Test des Computermagazins "Chip". Hier war Vodafone deutlich hinter der Deutschen Telekom auf Platz zwei gelandet. Sein Unternehmen überprüfe nun, welche Verbesserungen am bestehenden Netz noch in der zweiten Jahreshälfte 2012 vorgenommen werden können. "Unser Anspruch ist, dass wir mindestens auf Augenhöhe mit der Telekom und vor allen anderen stehen."

Vodafone wird allerdings das bestehende UMTS-Netz nicht in entlegene Regionen ausdehnen, sondern bei der Flächenversorgung vor allem auf die Nachfolgetechnologie LTE setzen. Derzeit stehe das LTE-Netz für rund 17 Millionen Haushalte in Deutschland zur Verfügung, sagte der Schulte-Bockum. "Jetzt gehen wir in die Städte hinein, bis Ende März werden wir die 81 Großstädte in Deutschland mit LTE abgedeckt haben." In zweieinhalb Jahren, also dem Frühjahr 20125, werde Vodafone eine volle Netzabdeckung mit LTE haben.

Die Deutsche Telekom will vor allem in den Städten mit 1800 Megahertz ein noch höheres LTE-Tempo erzielen, mit Bandbreiten bis 100 Megabit pro Sekunde im Download. Auch der Bonner Netzanbieter setzt auf einen schnellen Ausbau von LTE, nach der ersten Aufbauphase in ländlichen Regionen inzwischen auch in den Städten.

Für ihre Smartphone-Kunden führt die Telekom nun auch einen LTE-Tarif ein. Für einen Aufschlag von knapp zehn Euro im Monat können die Nutzer eines LTE-fähigen Geräts wie dem HTC One XL oder Samsung S3 die LTE-Anbindung nutzen. Bis zum Jahresende werde die Telekom 100 Städte an das LTE-Netz anschließen, sagte der Deutschland-Chef der Telekom, Niek Jan van Damme, am Donnerstag auf der IFA.

Die Telekom kündigte auf der IFA außerdem eine Kooperation mit dem Musik-Streamingdienst Spotify sowie eine Mobil-Variante seines Internet-Fernsehens an. "Entertain to go" können die Telekom-Kunden vorerst nur im heimischen WLAN mit Smartphones und Tablet Computern empfangen. Später soll der Dienst auch über das Mobilfunknetz unterwegs auf die Bildschirme kommen.

dpa

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