3 ° / -1 ° wolkig

Navigation:
Neuseelands Regierungschef entschuldigt sich bei Kim Dotcom

Kriminalität Neuseelands Regierungschef entschuldigt sich bei Kim Dotcom

Neuseelands Regierungschef John Key hat sich wegen einer illegalen Abhöraktion bei dem deutschstämmigen Megaupload-Gründer Kim Dotcom entschuldigt. Die Sicherheitsdienste hatten den bei Auckland wohnenden Internetunternehmer, dem in den USA Urheberrechtsverletzungen in großem Stil vorgeworfen werden, abgehört.

Voriger Artikel
Katholische Kirche geht im Internet neu "auf Sendung"
Nächster Artikel
Nach Lufthansa-Streiks: Schlichtung hat begonnen

Kim Dotcom, Gründer von Mega-Upload, kämpft gegen eine Auslieferung in die USA.

Quelle: David Rowland

Wellington. Die Regierung hatte die Abhöraktion am Donnerstag eingeräumt. Bei einem Ausländer mit Aufenthaltsgenehmigung sei das aber nicht zulässig gewesen, sagte Key.

"Ich habe mich bei Dotcom entschuldigt", sagte er vor der Presse. "Ich nehme die Entschuldigung an", twitterte Dotcom kurz darauf. "Zeigen Sie, dass es Ihnen ernst ist, in dem sie eine volle, transparente und unabhängige Untersuchung zu dem ganzen Mega-Fall befürworten." Ein Gericht hatte bereits die Razzia, die zu Dotcoms Festnahme im Januar führte, als illegal bezeichnet.

Nach Ansicht der Amerikaner war Megaupload eine illegale Tauschbörse für Musik und andere Dateien. Den Copyright-Inhabern seien Einnahmen im dreistelligen Millionenbereich entgangen. In den USA droht Dotcom - in Deutschland seinerzeit bekannt als Kim Schmitz - im eine lange Haftstrafe. Er kämpft gegen die Auslieferung und die illegale Abhöraktion erschwert die Position der neuseeländischen Ermittler.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wirtschaft 2/3