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Zahl der Schiffe steigt wieder

Nord-Ostsee-Kanal Zahl der Schiffe steigt wieder

Der Nord-Ostsee-Kanal hat die Trendwende geschafft. 2017 wurden erstmals wieder mehr als 30.000 Schiffe gezählt. Nachdem Schleusen-Ausfälle jahrelang für Unsicherheit sorgten, genießt die Wasserstraße wieder das Vertrauen der Reeder.

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Im Kanal herrscht wieder reger Andrang.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Als am Silvesterabend die letzten Schiffe des alten Jahres in Holtenau und Brunsbüttel den Kanal verließen, hatte die Zahl der Passagen die Marke von 30.200 erreicht. Das sind fast 1000 mehr als 2016. Offizielle Zahlen wird die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt erst im Laufe des Monats bekanntgeben. „Noch wird der Dezember ausgewertet“, sagt Sprecherin Claudia Thoma. Jürgen Funck, Prokurist der Schiffsmaklerei Sartori & Berger, zieht aber dennoch schon eine erste Bilanz: „Wir sind alle sehr zufrieden mit dem vergangenen Jahr.“

Das Bild war zu Beginn des vergangenen Jahres ein anderes. Grund: die Bauwerksprüfung der beiden großen Schleusenkammern in Kiel-Holtenau. Für die Bohrungen wurde von Ostern bis zu den Sommerferien jeweils eine der beiden verbliebenen Schleusenkammern in Kiel für den Schiffsverkehr gesperrt. Wie berichtet, sind in Kiel die beiden kleinen Schleusenkammern so marode, dass sie durch Neubauten ersetzt werden müssen. Kaum waren die Arbeiten im Juli beendet und die großen Kieler Schleusen voll einsatzbereit, brummte der Verkehr.

So hat sich nicht nur die Schiffszahl schnell wieder eingependelt, sondern auch die Ladungsmenge. So erwartet die Behörde, dass der Vorjahreswert von 83,7 Millionen Tonnen deutlich übertroffen wird. Wie Claudia Thoma mitteilt, wurden bis Ende November auf 27.500 Schiffen rund 79 Millionen Tonnen Güter durch den Kanal transportiert. Mit den 2700 Schiffen, die im Dezember dazukamen, sind nach vorsichtiger Schätzung weitere sieben Millionen Tonnen befördert worden. Damit bewegt sich die Ladungsmenge auf der meistbefahrenen künstlichen Seewasserstraße der Welt wieder in Richtung 90 Millionen Tonnen.

Von Behling Frank

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