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Wirtschaft Wegen der Dürre wird das Futter knapp
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07:00 21.07.2018
Von Anne Holbach
Bauern, die noch Futterreserven für ihre Kühe haben sind gut dran. Andere lassen ihre Rinder teilweise schon früher schlachten. Quelle: Ulf Dahl
Löwenstedt/Rønde

Sie trifft die Trockenheit besonders hart, weil sie ihre Tiere weniger mit Mais und Kraftfutter als mit Weide- und Grünfutter versorgen.

In dänischen Medien ist die Rede von Bauern in Jütland, die ihre Herden teils um ein Viertel verkleinert haben. „Wir haben einige unserer Kühe geschlachtet, um weniger hungrige Mäuler stopfen zu müssen“, sagte der Biolandwirt Mikkel Juhl Nielsen dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk DR. Er gehe davon aus, dass bald deutlich weniger Biomilch im Angebot sei. Ein Schlachthof bestätigte dem Sender TV 2 Østjylland, dass die Anzahl der Tötungen sich dort im Vergleich zu anderen Sommern fast verdoppelt habe.

Dem schleswig-holsteinischen Netzwerk Ökolandbau sind noch keine Bauern im Land bekannt, die wegen des Futtermangels notgeschlachtet haben. Aber: „Das Futter wird langsam wirklich knapp, und viele überlegen, wie sie nun vorgehen sollen“, sagt Inken Kuhn. Es sei zu erwarten, dass im Herbst deutlich mehr Tiere geschlachtet werden müssten als in anderen Jahren.

Viehbestand wird genau analysiert

„Die Lage ist hier genauso angespannt wie in Dänemark“, sagt Klaus-Peter Lucht, Rinderhalter aus Hohenwestedt und Vizepräsident des Landesbauernverbandes. Es sei nun eine Strategie, sich den eigenen Viehbestand genau anzugucken und zu selektieren, welche Tiere verzichtbar seien. 

Das Vieh werde derzeit sehr knapp auf den Wiesen gehalten, so Kuhn vom Netzwerk Ökolandbau. Die Kühe weideten oft auf Flächen, auf denen eigentlich Silage gemacht werden sollte. „Alle Tiere, die draußen stehen, sind nicht gut im Futter“, sagt die Diplom-Agraringenieurin. Das betreffe auch die Schafe. Viele Landwirte befürchten, dass sie bald ihre Futtervorräte für den Winter anbrechen müssen.

Die Landwirtschaftliche Rentenbank hat bereits mit Liquiditätsdarlehen für Betriebe reagiert, die Schäden durch Trockenheit zu verzeichnen haben. Zusätzlich bräuchten Landwirte die Möglichkeit, steuerfreie Rücklagen zum Risikoausgleich zu bilden, fordert Lucht.

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