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09:00 15.09.2018
Von Ulrich Metschies
Die Bank habe sich mit der Managerhaftpflichtversicherung ihrer früheren Vorstände um Ex-Chef Dirk Jens Nonnenmacher auf Schadenersatz verständigt. Quelle: Christian Charisius
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Kiel/Hamburg

Wie die „Wirtschaftswoche“ berichtet, zahlt die Versicherung 50 Millionen Euro an das Institut als Ausgleich für ein zweifelhaftes Geschäft namens Omega 55, das die Führungskräfte Ende 2007, kurz vor dem Ausbruch der Finanzkrise, abgeschlossen hatten.

Der Deal, in den maßgeblich auch die französische Bank BNP Paribas involviert war, sollte die Liquidität der HSH verbessern und die Bilanz von gigantischen Risiken aus missglückten Immobiliengeschäften befreien. Am Ende jedoch bescherte Omega der Bank einen dreistelligen Millionenverlust – und wurde damit fast zum Sargnagel der einst stolzen Landesbank. Doch die Einigung mit Nonnenmachers Versicherung hat offenbar einen entscheidenden Haken. Wie das Magazin berichtet, muss die HSH Nordbank zusichern, nicht weiter zivilrechtlich gegen ihre ehemaligen Führungskräfte vorzugehen – eine Bedingung, die den Eigentümern der Bank definitiv nicht schmecken kann.

Und so ist das Geld bis heute nicht geflossen, obwohl die Einigung mit der Versicherung bereits vor mehreren Monaten getroffen wurde und längst vom Aufsichtsrat, in dem die Länder vertreten sind, abgesegnet wurde. Damit das Geld ausgezahlt werden kann, müssen die Länder dem Vergleich noch formal zustimmen. Doch die schieben den Beschluss vor sich her. Als Hauptbremser gilt nach Informationen der Kieler Nachrichten Hamburg.

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