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Wirtschaft Omnis schenkt Kommunen Zugangsboxen
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11:11 06.12.2018
Von Ulrich Metschies
1000 neue WLAN-Antennen werden verschenkt: Mohammad Kasem bringt mit der Sackkarre Nachschub, Wiebke Schmidt verpackt die Boxen, und Omnis-Geschäftsführer Björn Schwarze ist mit von der Partie. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Finanzielles Volumen der Aktion, einschließlich Gratis-Service für fünf Jahre: knapp eine halbe Million Euro. „Wir wollen mit dieser Offensive auch dazu beitragen, dass mobiles Internet kein Privileg mehr ist für Menschen, die sich ein großes Datenvolumen leisten können“, sagt Björn Schwarze, Geschäftsführer von Omnis. Das Unternehmen war 2016 gemeinsam vom Kieler Internet-Provider Addix und den Kieler Nachrichten gegründet worden, um das als #KN_WLAN gestartete Angebot unter der Marke #SH_WLAN landesweit auszurollen. Als Premium-Partner sind die Sparkassen des Landes an dem Projekt beteiligt. 

Gemeinden gehen keinerlei Verpflichtungen ein

Die Idee hat gezündet, das Wachstum ist rasant: Aktuell haben sich bereits 770 000 Tablet- und Smartphone-Nutzer im #SH_WLAN registriert. Allein in den vergangenen sieben Tagen waren mehr als 115000 Menschen online. Derzeit hat Omnis bereits rund 1500 Hotspots im Freien installiert. Mit der jetzigen Aktion will das Unternehmen nun auch die WLAN-Versorgung in öffentlichen Gebäuden verbessern, denn dort gibt es noch erheblichen Nachholbedarf. Im Blick hat Schwarze vor allem Rathäuser, aber auch Gemeindezentren oder Vereinsheime. „Wenn die Kommune es möchte, kann auch die Dorfkneipe einen Zugang bekommen.“ Die private Amtsstube des Bürgermeisters hingegen sei ausgeschlossen.

Alles was nötig ist: Strom und Internet

Für die Gemeinden bedeute das Omnis-Angebot keinerlei versteckte Kosten oder Verpflichtungen, betont Schwarze. Sie müssten sich lediglich auf der Web-Seite von #SH_WLAN registrieren: „Alles was wir vor Ort brauchen, ist Strom und ein Zugang ins Internet.“ So nett der finanzielle Nutzen des Nikolaus-Geschenkes für die Gemeinden ist: Aus Sicht des Omnis-Geschäftsführers steht als Gewinn eher der Haftungsaspekt im Vordergrund. Im Oktober hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden, dass sich der Anschlussinhaber bei Urheberrechtsverletzungen der sogenannten Vermutungshaftung nicht durch einen einfachen Verweis auf andere (Familien-) Mitglieder entziehen kann. Und das Haftungsrisiko ist natürlich noch um einiges größer, wenn Dritte Zugang zum Anschluss erhalten. Mit #SH_WLAN erhalten Nutzer den Netzzugang nicht über den Hotspot „Rathaus XY-Stadt“, sondern über einen sicheren Tunnel zum Addix-Server, der dann die Schnittstelle zum Web bildet. 

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