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Wirtschaft Provinzial-Fusion einen Schritt weiter
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21:28 05.10.2018
Von Ulrich Metschies
Mit der Verschmelzung der Provinzial Nordwest (Münster) und Provinzial Rheinland (Düsseldorf) entstünde ein Versicherungskonzern mit mehr als 5000 Mitarbeitern und fast sechs Milliarden Euro Beitragseinnahmen. Quelle: Frank Behling
Kiel/Münster

Am Freitag hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) als großer Miteigentümer der Provinzial Nordwest seinen Direktor Matthias Löb ermächtigt, dem vor wenigen Wochen beschlossenen Entwurf einer Absichtserklärung zuzustimmen. Danach soll das neue Unternehmen von Düsseldorf, Kiel und Münster aus geführt werden. Kiel bleibt Sitz von Lebensversicherung und Provinzial Nord Brandkasse.

Doch in trockenen Tüchern ist die Verschmelzung damit noch nicht. Größter Unsicherheitsfaktor ist nach Informationen der Kieler Nachrichten die Haltung des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR). Dem mächtigen kommunalen Dachverband gehört knapp ein Drittel der rheinländischen Provinzial.

LVR will Ende Oktober über Provinzial-Fusion abstimmen

Nachdem Insider eine Zustimmung des LVR bereits als wahrscheinlich angenommen hatten, herrscht dort nun offenbar Klärungsbedarf. Wie zu hören ist, werden die entscheidenden Gremien des LVR erst Ende Oktober über das Fusionspapier abstimmen.

So reagiert die Gewerkschaft auf die Provinzial-Fusion

Mittlerweile bereinigt sind die Misstöne zwischen Gewerkschaft und Betriebsrat auf der einen, sowie den Provinzial-Eigentümern auf der anderen Seite. Nachdem Mitte des Jahres Einzelheiten über den Milliardendeal an die Öffentlichkeit geraten waren, hatte Verdi der Fusion den Kampf angesagt.

„Mittlerweile gibt es eine klare Vereinbarung von Transparenz und Mitbestimmung, sodass wir den Prozess grundsätzlich positiv begleiten können“, sagt Verdi-Nord-Sprecher Frank Schischefsky. Allerdings knüpfen Gewerkschaft und Betriebsrat ihre Unterstützung an konkrete Bedingungen. So müsse der öffentliche Auftrag der Provinzial durch die Politik abgesichert, die Regionalität gewährleistet sowie eine Privatisierung und betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen sein.

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