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09:21 03.01.2018
Von Ulrich Metschies
Knapp ein Drittel der etwa 3000 Mitarbeiter der Provinzial Nordwest arbeitet in Kiel. Quelle: Volker Rebehn

Offiziell gibt es nur ein Allerwelts-Statement, Wort für Wort abgestimmt zwischen den Eigentümern beider Versicherer und den Provinzial-Unternehmen selbst. Darin ist die Rede von einer „ergebnisoffenen Prüfung verschiedener Szenarien“. Hierzu zählten eine „Stand-alone“-Lösung und verschiedene Kooperationsmodelle – aber eben auch eine Fusion zwischen der Provinzial Nordwest mit Sitz in Münster und Kiel und ihrem Schwesterunternehmen aus Düsseldorf, der Provinzial Rheinland. Doch unter dem Druck niedriger Zinsen, verschärften Wettbewerbs und der rasanten Digitalisierung der Branche herrscht hinter den Kulissen emsige Aktivität. Nach Informationen von KN-online kommt eine Machbarkeitsstudie zu dem Ergebnis, dass eine Verschmelzung beider Versicherer erhebliche Einsparungen ermöglichen würde – zumindest auf dem Papier. Obwohl Synergien zwangsläufig Personalabbau bedeuten, zeigt sich die Arbeitnehmerseite vergleichsweise entspannt.

Ein Knackpunkt könnte erneut die Rechtsform sein

Vor vier Jahren hatte es schon einmal einen Anlauf für eine Fusion gegeben. Er verlief auch deshalb im Sande, weil man sich über die Rechtsform eines gemeinsamen Unternehmens nicht verständigen konnte. Wie auch immer die Annäherung verläuft: Die Frage der Arbeitsplatzsicherheit steht auf der Prioritätenliste der Gewerkschaft ganz weit oben. Allerdings zeigt sich Verdi-Nord-Sprecher Frank Schischefski relativ entspannt, was den Verlauf der Prüfung angeht: „Das Klima zwischen Gewerkschaften und Eigentümern ist deutlich besser, als es damals noch war.“ So sei der Arbeitnehmervertretung Transparenz und sofortige Information zugesichert worden, sollte sich das Verfahren konkretisieren: „Und darauf bauen wir.“

Doch die Vergangenheit ist natürlich nicht vergessen. Bereits 2012 hatte die Provinzial Nordwest mit Fusionsgelüsten für Schlagzeilen gesorgt: Damals hatte der Sparkassenverband Westfalen-Lippe mit dem privaten Allianz-Konzern über einen Verkauf verhandelt, was jedoch am Widerstand der Betriebsräte und der Politik scheiterte.

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