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Wirtschaft Edur baut in Kiel ein neues Werk
Nachrichten Wirtschaft Edur baut in Kiel ein neues Werk
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08:32 14.08.2013
Von Jörn Genoux
Klaus Wobick, seit 39 Jahren bei Edur, erklärte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer den Aufbau einer Pumpe. Quelle: Frank Peter
Kiel

Denn Edur benötigt dringend Platz, um seinen Wachstumskurs fortsetzen zu können. „Wir verdoppeln dort unsere Büroflächen auf 2000 Quadratmeter, die Produktion wird künftig mit 5000 Quadratmetern um die Hälfte größer sein als heute“, berichtete gestern Geschäftsführer Jürgen Holdhof. Er führt zusammen mit seiner Frau Glenny das Familienunternehmen, und beide konnten gestern Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) Christiane Krajewski, die im Kompetenzteam von Peer Steinbrück für Wirtschaft zuständig ist, und den Kieler Bundestagsabgeordneten Hans-Peter Bartels (SPD) über die Lage dieses mittelständischen Betriebes informieren.

 Der Pumpenhersteller hat vor etlichen Jahren die Serienfertigung von Standardpumpen aufgegeben, weil die Konkurrenz aus Asien zu stark wurde. Edur konzentriert sich seither auf die Entwicklung und Produktion von Spezialpumpen. „Wir bieten auch weiterhin Standardpumpen an. Die lassen wir aber im Ausland nach unseren Vorgaben und unseren strengen Qualitätsmaßstäben bauen“, so Jürgen Holdhof. In den Nischen, die Edur besetzt hat, entwickelt sich das Geschäft seither nach oben. Schwankungen gibt es zwar auch, wie überall in der Metall- und Elektrobranche. Das Unternehmen hat seine Produktpalette stetig ausgeweitet und bietet beispielsweise Pumpen für die Wasseraufbereitung, die Ölförderung, den Flüssiggastransport oder den Einsatz in U-Booten und auf Kreuzfahrtschiffen, technologisch anspruchsvolle Produkte, die weltweit laut Jürgen Holdhof nur ganz wenige andere Pumpenhersteller fertigen können.

 Die Zahl der Mitarbeiter stieg, auf mehr als 90 inzwischen. Sie erwirtschaften in diesem Jahr einen Umsatz von mehr als zwölf Millionen Euro. Weiteres Wachstum wäre am jetzigen Standort nicht mehr möglich. Und daher hatten Glenny und Jürgen Holdhof schon seit Jahren nach einem neuen Standort gesucht. Der wurde vor knapp einem Jahr gefunden, seither laufen die Planungen, und jetzt soll bald mit dem Bau begonnen werden. Der Start der Fertigung ist für September 2014 geplant. Sorgen macht sich das Unternehmerpaar, wie sie den Spitzen-Sozialdemokraten erläuterten, die Steuerpläne der Parteien. Denn die Erhöhung gewinnunabhängiger Steuern, wie sie Grüne und Teile der Sozialdemokraten fordern, würde den Unternehmen die Kraft zu Investitionen in neue Produkte und damit auch neue Arbeitsplätze nehmen. Christiane Krajewski versprach indes: „Wir wollen große private Vermögen stärker belasten, die betrieblich Sphäre aber nicht.“

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