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ROUNDUP: Spanien gründet Auffangbank - Rekordverlust für Bankia

Finanzierung ROUNDUP: Spanien gründet Auffangbank - Rekordverlust für Bankia

maroden Banken zu sanieren.Auffangbank zu gründen.Immobilienkredite der Banken gesammelt werden.angeschlagene Großbank Bankia.Zentralbank treffen, sagte Wirtschaftsminister Luis de Guindos.

MADRID. en notleidende

Immobilienkredite der Banken gesammelt werden. Außerdem prüft die Regierung eine

schnelle Finanzspritze des staatlichen Rettungsfonds Frob für die schwer

angeschlagene Großbank Bankia. Die Entscheidung über die Hilfe müsse jedoch die

Zentralbank treffen, sagte Wirtschaftsminister Luis de Guindos. Bankia verbuchte

im ersten Halbjahr einen Rekordverlust von 4,45 Milliarden Euro.

Die Auffangbank ist Teil einer Finanzreform von Ministerpräsident Mariano

Rajoy. Es ist bereits der dritte Reformschritt, den die Regierung seit Antritt

vor acht Monaten beschlossen hat. Damit kommt Spanien nach Angaben des

Wirtschaftsministers den Verpflichtungen gegenüber der EU-Kommission für

zugesagte Bankenhilfe bis zu 100 Milliarden Euro nach. Ziel sei es, die

Kreditvergabe und das Wirtschaftswachstum wieder anzukurbeln und somit

Arbeitsplätze zu schaffen.

WIRTSCHAFTSMINISTER WILL NICHT VON 'BAD BANK' SPRECHEN

Wirtschaftsminister de Guindos sagte, man dürfe eigentlich nicht von einer

"Bad Bank" reden, weil die Kredite, die dorthin übergeführt werden sollen,

"nicht so schlecht" seien. Die betroffenen Immobilien müssten binnen 15 Jahren

verkauft werden. Der staatliche Bankenrettungsfonds Frob soll nach dem Willen

der Regierung einen Anteil von nicht mehr als 50 Prozent an der Auffangbank

haben. Ziel sei es, auch ausländische Investoren zu gewinnen.

Das im Mai verstaatlichte Geldhaus Bankia nannte als Grund für den

Milliardenverlust in der ersten Jahreshälfte die tiefgreifenden Sanierung des

viertgrößten Geldhauses Spaniens. Im selben Zeitraum wurden den Angaben zufolge

knapp sieben Milliarden Euro von Bankia-Konten abgehoben.

EUROGRUPPE

Die Eurogruppe teilte zu den von Bankia veröffentlichten Zahlen mit, sie

bestätigten die Wichtigkeit der im Juli zugesagten EU-Finanzhilfe von bis zu 100

Milliarden Euro. Wenn der Bankia-Vorstand die Restrukturierung wie geplant bis

Oktober abschließe, könnten bereits im November Hilfen fließen. Bankia benötigt

für eine Sanierung mindestens 23,5 Milliarden Euro.

Wirtschaftsminister de Guindos versicherte, es sei nicht notwendig, für die

Rekapitalisierung von Bankia Hilfe der EU zu beantragen. Die Regierung prüfe

eine schnelle Finanzspritze des staatlichen Rettungsfonds Frob. Der Frob verfügt

zurzeit nur über ein Nettokapital von 4,1 Milliarden Euro.

VERBAND: GEWINN SPANISCHER BANKEN HAT SICH IM 1. HALBJAHR HALBIERT

Nach Angaben der spanische Banken-Vereinigung (AEB) hat sich der

Gesamtgewinn der in Spanien angesiedelten Banken im ersten Halbjahr um 51,7

Prozent auf 3,2 Milliarden Euro verringert. Hintergrund seien umfangreiche

Rückstellungen für faule Kredite. Diese seien in den ersten sechs Monaten

gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 64 Prozent auf 16,5 Milliarden Euro

gestiegen.

Schlechte Nachrichten gab es auch für Katalonien, die wirtschaftlich stärkte

Region Spaniens. Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) stufte die

Kreditwürdigkeit der autonomen Region um zwei Stufen auf das Ramschniveau "BB"

ab. Der Ausblick für das Rating ist negativ. Damit könnte Katalonien eine

weitere Abstufung drohen.

dpa

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