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Wirtschaft Ranking: Das sind die besten Städte Deutschlands
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15:12 08.11.2018
Würzburg landet im Ranking auf Platz 9 Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Düsseldorf

Viele Großstädte im Süden Deutschlands sind einer Studie zufolge besonders wirtschaftsstark, dynamisch und gut für die digitale Zukunft gerüstet. München landete das sechste Jahr in Folge auf dem Siegertreppchen bei der Wirtschaftskraft, gefolgt wie schon 2017 von Ingolstadt und Stuttgart.

Das geht aus einem am Donnerstag veröffentlichten Städtevergleich der „Wirtschaftswoche“ und des Internet-Portals Immobilienscout24 hervor. Unter den Top zehn der 71 kreisfreien größeren Städte sind auch Erlangen, Wolfsburg, Frankfurt, Regensburg, Ulm, Darmstadt und Würzburg. Städte im Ruhrgebiet rutschen weiter ab.

Für einen Vergleich haben das Magazin „WirtschaftsWoche“ und „ImmobilienScout24“ unter anderem die Wirtschaftsstärke und das digitale Potenzial deutscher Großstädte analysiert.

Für die Studie wurden ein Niveauranking, das den aktuellen Stand widerspiegelt, und ein Dynamikranking erstellt. Für letzteres wurden die Veränderungen von verschiedenen Faktoren wie Bauaktivität oder Mietpreise berücksichtigt.

Im Dynamikranking belegt München ebenfalls Platz eins, gefolgt von Berlin. Vor allem die Start-up-Szene und der Immobilienmarkt entwickelten sich in den vergangenen fünf Jahren in der Bundeshauptstadt nach Einschätzung der Gesellschaft IW Consult positiv. In Ostdeutschland landet Jena auf dem vordersten Platz. Die Stadt belegte Platz 18 und verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 33 Plätze.

Darmstadt und Wolfsburger unter den Aufsteigern

„Das Städteranking untersucht die Kriterien, die eine Stadt attraktiv machen“, erläuterte „Wirtschaftswoche“-Chefredakteur Beat Balzli. Für die jährliche Untersuchung vergleicht die Gesellschaft IW Consult des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft die aktuelle Wirtschaftskraft, Veränderungsraten bestimmter Indikatoren sowie Zukunftsperspektiven aller kreisfreien Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern. Verschiedene Faktoren aus Bereichen wie Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt, Immobilien, Forschungsstärke, Industrie der Zukunft und Lebensqualität wurden analysiert.

Steigende Mieten und Immobilienpreise werden als Zeichen der Attraktivität einer Stadt gewertet. Der Aufsteiger unter den Top zehn ist Wolfsburg: Die Autostadt machte zum Vorjahr einen Sprung von 11 Plätzen auf Rang 5.

Darmstadt ist als High-Tech-Zentrum der Metropolregion Rhein-Main-Neckar der Studie zufolge weiterhin am besten gerüstet für das digitale Zeitalter, gefolgt von Erlangen, Stuttgart, München und Wolfsburg.

„Alarmsignal“ im Ruhrgebiet

Als „Alarmsignal“ wertete Kempermann die Entwicklung im Ruhrgebiet. Städte wie Bottrop (Rang 71), Duisburg (70), Hamm (69), Herne (67) Gelsenkirchen (66) sackten der Studie zufolge bei der Zukunftsfähigkeit weiter ab. „Im Ruhrgebiet muss mehr passieren im Hinblick auf die Digitalisierung“, sagte Kempermann. Auch bei der Wirtschaftskraft und der Dynamik rangierten viele Großstädte der Region, die nach dem Zechensterben im Strukturwandel steckt, auf den hinteren Plätzen.

Deutlich aufgeholt haben in den vergangenen fünf Jahren einige größere Städte abseits der Metropolen. „Die Metropolen sind nicht unbedingt am dynamischsten“, sagte Kempermann. So schoben sich Lübeck (17), Jena (18), Koblenz (20), Freiburg (27) und Wuppertal (33) im Dynamik-Ranking um jeweils mehr als 10 Pätze nach vorn.

Von RND/mkr/dpa

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