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Wirtschaft "Claus" ist Lübecks neuer Kraftprotz
Nachrichten Wirtschaft "Claus" ist Lübecks neuer Kraftprotz
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16:59 08.10.2018
Von Frank Behling
Der neue Schlepper "Claus" überführte zusammen mit dem Schlepper "Axel" einen Schwerlastponton nach Bremerhaven. Quelle: Frank Behling
Lübeck

Am Heck des Lübecker Schiffes steht jedoch Hamburg als Heimathafen. „Der Grund dafür lag beim Schiffsregister. In Hamburg ging die Registrierung wesentlich unkomplizierter als bei dem für uns eigentlich zuständigen Schiffsregister in Kiel“, sagt Geschäftsführer Michael Schäfer. Seine wirtschaftliche Heimat ist aber dennoch in Lübeck in der Hafenstraße an der Trave.

Erster Neubau aus der Türkei

Bei dem in Kiel für alle Reedereistandorte in Schleswig-Holstein zusammengefassten Registergericht gab es Komplikationen, weil der 32 Meter lange „Claus“ als erster Johannsen-Neubau auf der Werft Medmarine im türkischen Eregli am Schwarzen Meer gebaut wurde. „Die Werft liefert gute Qualität und wir konnten den Neubau zu einem attraktiven Preis bekommen“, so Schäfer. Um die „Claus“ aber mit Heimathafen Lübeck unter deutscher Flagge in Fahrt zu bringen, hätte man die Original-Dokumente aus Eregli per Kurier nach Kiel schicken müssen.

Registrierung in Hamburg

Ein anderer Weg wäre die Überführung unter fremder Flagge nach Deutschland gewesen. „Das war uns alles viel zu umständlich. Beim Hamburger Schiffsregister reichte die Übersendung der Dokumente als PDF per Mail. Natürlich hätten wir gern Lübeck am Heck stehen gehabt. International ist Hamburg aber ja auch ein Begriff in der Schifffahrt“, so der Geschäftsführer. 

Einsatz in der Nordsee geplant

In Lübeck selbst wird der neue Schlepper kaum zum Einsatz kommen. „Für so einen starken Schlepper gibt es da zu wenig Arbeit. Wir werden ,Claus’ überwiegend im Bereich Offshore und in den großen Häfen an der Nordsee einsetzen“, so Schäfer. Einen ersten Auftrag hatte der Schlepper jetzt mit der Überführung eines Schwerlastpontons von Rostock nach Bremerhaven.

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