Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Wirtschaft Sicherheitslücke: Bundesamt warnt vor Internet Explorer
Nachrichten Wirtschaft Sicherheitslücke: Bundesamt warnt vor Internet Explorer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:41 18.09.2012

Die Experten empfehlen, vorerst auf eine andere Software zum Navigieren im Internet umzusteigen.

Betroffen seien Computer, die den Internet Explorer in den Versionen 7 oder 8 unter dem Betriebssystem Microsoft Windows XP, sowie in den Versionen 8 und 9 unter Microsoft Windows 7 verwenden, erklärte das BSI am Montagabend.

Ein Microsoft-Sprecher betonte am Dienstag in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa, die kürzlich entdeckte Sicherheitslücke werde derzeit nicht massenhaft ausgenutzt, sondern nur für wenige gezielte Angriffe. "Wir sehen im Feld kaum Aktivitäten." Sein Unternehmen arbeite mit Hochdruck daran, die Sicherheitslücke zu schließen.

Nach Microsoft-Angaben ist der neuere Internet Explorer 10 nicht von der Sicherheitslücke betroffen. Allerdings sind traditionell viele Internet-Nutzer mit früheren Software-Versionen unterwegs. In einem Blog-Eintrag erläuterte Microsoft, wie Fachkundige in der Zwischenzeit den Computer mit einer Änderung der Einstellungen und der Installation der Software-Komponente EMET (Enhanced Mitigation Experience Toolkit) absichern können. Ein kommender "Patch" zur Behebung des Software-Fehlers werde auch von technischen Laien ausgeführt werden können.

Das BSI wies darauf hin, für einen erfolgreichen Angriff reiche es, den Internet-Nutzer auf eine präparierte Webseite zu locken. Schon beim Anzeigen dieser Webseite könne durch Ausnutzen der Schwachstelle beliebiger Software-Code auf dem Computer mit den Rechten des Nutzers ausgeführt werden. Damit können die Angreifer nicht nur den Rechner ausspionieren, sondern beliebige Programme ausführen. Außerdem könnte der PC für Angriffe auf andere Rechner gekapert werden.

Die Sicherheitslücke sei bisher unbekannt gewesen und werde bereits in gezielten Angriffen ausgenutzt. "Daher empfiehlt das BSI allen Nutzern des Internet Explorers, so lange einen alternativen Browser für die Internetnutzung zu verwenden, bis der Hersteller ein Sicherheitsupdate zur Verfügung gestellt hat", hieß es in der BSI-Mitteilung.

Erste Hinweise auf die Sicherheitslücke und die Angriffe hatte es am Wochenende gegeben. Nach Erkenntnissen von IT-Sicherheitsexperten wurden bei den Attacken Trojaner auf die Computer geladen, Schadsoftware, die unbemerkt für den Nutzer agiert.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt Internet-Nutzer vor einer gefährlichen Schwachstelle in Microsofts Browser Internet Explorer.

18.09.2012

Nach drei Jahren verlässt der aus Deutschland stammende Finanzchef Thomas Seifert ohne Vorwarnung den US-Chiphersteller AMD. Seifert wolle "anderen Möglichkeiten nachgehen", erklärte der Konzern am Montag.

18.09.2012

Nach Facebook hat sich nun auch Google einen Fotospezialisten gekauft. Der Internetkonzern schnappte sich die 1995 in Hamburg gegründete Nik Software.Das Unternehmen, dessen Zentrale mittlerweile im kalifornischen San Diego steht, steckt unter anderem hinter der populären iPhone-App Snapseed, mit der sich Fotos aufnehmen und bearbeiten lassen.

18.09.2012
Anzeige