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Wirtschaft Siemens-Chef will Sparpläne im November bekanntgeben
Nachrichten Wirtschaft Siemens-Chef will Sparpläne im November bekanntgeben
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14:06 29.09.2012
Produktion beim Windenergieanlagen-Hersteller REpower Systems: Siemens bekommt die schwache Nachfrage nach Windkraftanlagen weiter zu spüren. Quelle: Ingo Wagner/Archiv

Anfang November würden die Pläne der Öffentlichkeit vorgestellt, kündigte Löscher in der "WirtschaftsWoche" an. Über den Zeitplan und die Inhalte des Siemens-Sparprogramms wird seit Wochen spekuliert.

Die Gespräche sind nach Darstellung von Löscher aber noch nicht abgeschlossen. "Wir erarbeiten zurzeit ein Effizienzprogramm, mit dem wir unsere Strategie und unsere finanziellen Zielsetzungen unterlegen werden und unser 2011 erreichtes Anspruchsniveau dauerhaft sichern wollen." Zahlen zur Größenordnung des Stellenabbaus nannte er nicht. Entlassungen will der Konzern mit seinen weltweit mehr als 400 000 Beschäftigten aber vermeiden. "Das war noch nie unser Ansatz und wäre viel zu kurz gedacht", hatte Löscher vor wenigen Wochen in der Mitarbeiterzeitschrift gesagt.

Den Rotstift ansetzen will Siemens unter anderem in der Windkraftsparte in den USA. Dort hatte der Konzern in der vergangenen Woche bereits den Abbau von Hunderten Stellen angekündigt. Einschnitte drohen aber auch in der neuen Siemens-Sparte, die Infrastrukturlösungen für die boomenden Großstädten der Welt entwickelt und mit großen Hoffnungen gestartet war. Löscher rechnet dort nach einem schwächeren Geschäft aber bald mit einer Trendwende. "Dass es ganz generell im Infrastrukturgeschäft in der momentanen Phase der Weltwirtschaft zur Verschiebung von Großaufträgen kommt, trifft zwar auch Geschäfte in dem neuen Sektor. Aber das ändert nichts an dem dauerhaften Trend zur Urbanisierung und dem großen Bedarf an Lösungen für Städte", sagte er der "WirtschaftsWoche".

Chancen sieht Löscher langfristig auch weiterhin in den Schwellenländern. "Unser Geschäft in Schwellenländern wird weiterhin kräftiger wachsen als in den entwickelten Märkten." Bereits ein Drittel seines Umsatzes erziele Siemens in diesen Ländern, Europa liege mit rund 40 Prozent aber noch vorn.

dpa

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