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07:00 29.06.2018
Von Anne Holbach
Das Team hinter der Plattform für Musikmananger: Die Tamanguu-Geschäftsführer Wolfram Schroers (links) und Johannes Ripken (rechts) mit ihren Entwicklern Matthis Radke, Gregor Große-Bölting und User-Interface-Designer Florian Köppe. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
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Kiel

Johannes Ripken erzählt von einem Manager beim Musikkonzern Universal, der entscheidet, welche Künstler unter Vertrag genommen werden. „Der hatte Regale voller Demo-CDs, aber gar keine Zeit mehr reinzuhören. Er setzte nur darauf, was Leute aus seinem Netzwerk ihm empfahlen.“ Um so ein Netzwerk zu erhalten soll Tamanguu als eine Art digitaler Assistent bei der Kontaktpflege helfen.

Ripken hat jahrelang Electro-House-DJs wie Afrojack für Universal vermarktet und später selbstständig Künstler gemanagt. „Ich habe damals schon nach digitalen Lösungen gesucht, aber nichts passendes gefunden“, sagt der 36-Jährige.

Musikmanager testen bereits die Betaversion

Die Idee fußt auf seiner Doktorarbeit, in der er sich mit der Entwicklung von Künstlern aus dem Genre der elektronischen Tanzmusik beschäftigte. Gegründet hat er dann im April 2017 mit Wolfram Schroers, der IT-Expertise mit in die Firma brachte. Als Investoren und strategische Partner sind zudem Michael Arpe und Susanne Arpe-Darwisch vom Kieler Designbüro Ma Design mit im Boot.

Inzwischen ist Tamanguu mit der Plattform in der Betaphase, seit dem Frühjahr testen drei Musikmanager aus Deutschland, Dänemark und Südafrika die Software.

Tamanguu erinnert daran, sich mal wieder zu melden

Im Prinzip funktioniert Tamanguu wie ein intelligentes Adressbuch, bei dem sich Personen priorisieren lassen. Das System erinnert die Nutzer daran, sich bei ihren Kontakten zu melden und gibt Handlungsempfehlungen. „Wenn zum Beispiel die letzten drei Mal nur hin- und her gemailt wurde, schlägt Tamanguu vor, sich mal wieder persönlich zu treffen“, erklärt Ripken. Auch Interessen der Geschäftspartner können eingespeichert oder aus dem Netz ausgelesen werden, sodass Nachrichten auf diesen Feldern gezielt aufgegriffen und zur Kontaktaufnahme genutzt werden können. „Ziel ist es, beim Gegenüber ,top of mind’ zu sein – also die Person, die ihm als erstes einfällt, wenn er an ein bestimmtes Thema denkt“, so Ripken.

150 Interessenten auf der Warteliste

Laut den Unternehmern stehen bereits 150 Manager von Branchengrößen wie Universal, Sony Music oder dem Hamburger Musikverlag Roba auf der Warteliste. Für Herbst ist der Markteintritt geplant. Den Gründern schwebt dann ein Abo-Modell zur Finanzierung vor, bei dem die Nutzer monatlich einen Betrag zahlen. Wie teuer das Tamanguu-Benutzerkonto sein soll, stehe aber noch nicht genau fest.

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