Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Wirtschaft Studie: Kriselnde Autobauer dämmen Verluste in Europa ein
Nachrichten Wirtschaft Studie: Kriselnde Autobauer dämmen Verluste in Europa ein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:21 07.08.2013
Alle Marken mit roten Zahlen konnte ihre Verluste pro Neuwagen im ersten Halbjahr eindämmen - Ausnahme Renaut. Quelle: Rolf Vennenbernd
Hannover/Duisburg

t. Die Trendwende gelang den Verlierern trotz 6,6 Prozent Minus bei Europas Pkw-Neuzulassungen im ersten Halbjahr. Die Analyse vergleicht die um Sondereffekte bereinigten Gewinne vor Zinsen und Steuern (Ebit) aus dem reinen Autogeschäft - also etwa ohne die Beiträge der Finanztöchter - und setzt sie ins Verhältnis zum Fahrzeugabsatz.

Besonders stark verbessert haben sich demnach die Italiener von Fiat (noch 130 Euro Verlust pro Auto nach 384 Euro im Jahr 2012), die spanische VW-Tochter Seat (minus 164 Euro nach 364 Euro 2012) und das Europageschäft des US-Autoriesen General Motors mit Opel/Vauxhall (minus 414 Euro pro Auto nach 834 Euro 2012). Aber auch Ford senkte die Einbußen im Europageschäft (minus 843 Euro statt 967 Euro) und der nach Volkswagen größte europäische Autokonzern Peugeot-Citroën (PSA) verbesserte sich (minus 349 Euro nach 510 Euro). Renault dagegen rutschte weiter ab: 457 Euro Fehlbetrag liefen pro Neuwagen im ersten Halbjahr auf, 2012 waren es mit 241 Euro weniger gewesen.

Autoexperte Dudenhöffer sieht in der Auswertung ein Indiz dafür, dass die Sparbemühungen der kriselnden Konzerne erste Früchte tragen. So schlossen Ford, GM und PSA zuletzt sogar Werke - das mache sich nun bemerkbar. "Die eingeleiteten Maßnahmen der Autobauer in Europa lassen erwarten, dass sich diese Verbesserungen auch in der zweiten Jahreshälfte und im Jahr 2014 fortsetzen", schreibt Dudenhöffer.

Auf der Gewinnerseite glänzt bei den Massenherstellern Toyota. Die Japaner machten im ersten Halbjahr Jahr 2013 mit dem Pkw-Kerngeschäft 1801 Euro Ebit-Gewinn. Dahinter rangiert Koreas Konzern Hyundai-Kia mit 1027 Euro Betriebsgewinn pro Fahrzeug (Hyundai) und 911 Euro (Kia). Dudenhöffer schreibt: "Hyundai-Kia ist klar ein Unternehmen, das um die Weltmarktführerschaft kämpft." Daran ändere auch der noch klar hinter dem Führungsduo Toyota, GM und VW liegende Absatz nichts.

Es folgen Nissan (861 Euro), Honda (785 Euro), Chrysler (768 Euro), Ford (717 Euro, globales Geschäft), die tschechische VW-Tochter Skoda (671 Euro), die VW-Pkw-Kernmarke (629 Euro) und General Motors (604 Euro). Bei den Premium-Marken führt aufs Neue Porsche (16 590 Euro pro Auto) vor Ferrari-Maserati (15 000 Euro). Dahinter das deutsche Trio mit der VW-Marke Audi (3821 Euro) vor BMW (3495 Euro) und deutlich dahinter Mercedes/Smart (2012 Euro).

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Nivea-Konzern Beiersdorf hat in seinem deutschen Heimatmarkt die Trendwende geschafft und hier in den ersten sechs Monaten ein Umsatzplus von 2,7 Prozent erzielt.

07.08.2013

Nach Ermittlungen wegen Preisabsprachen hat Chinas Regierung Geldstrafen in Höhe von insgesamt 670 Millionen Yuan (82 Millionen Euro) gegen sechs ausländische Produzenten von Milchpulver verhängt.

07.08.2013

Der Aktienmarkt in Tokio hat heute heftige Verluste erlitten. In Folge einer Festigung des Yen und negativer Vorgaben aus den USA und Europa stürzte der Nikkei-Index erstmals seit dem 31. Juli unter die psychologisch wichtige Marke von 14 000 Punkten.

07.08.2013
Anzeige