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Mehrere Hotels im Norden bestreikt

Tarifstreit Mehrere Hotels im Norden bestreikt

Der Streit um einen Tarifvertrag hat im schleswig-holsteinischen Hotel- und Gaststättengewerbe eine neue Dimension erreicht: Am Freitag legten etwa 300 Beschäftigte aus mehreren großen Hotels im Norden ganztägig ihre Arbeit nieder.

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Protest vor dem Kieler Gewerkschaftshaus: Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) ruft die Beschäftigten der Hotellerie- und Gastronomie zu mehrstündigen Streik in Schleswig-Holstein auf.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Die einen fordern eine pauschale Lohnerhöhung um 130 Euro, die anderen flexiblere Arbeitszeiten samt Stundenkontenmodell: Die Gräben zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern sind nach drei ergebnislosen Tarifrunden so tief, dass die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) sich gestern zu einem ungewöhnlichen Schritt gezwungen sah: „Wir haben zum ersten ganztägigen Warnstreik in der Nachkriegsgeschichte aufgerufen“, sagte NGG-Landesbezirksvorsitzender Herbert Grimberg.

Dehoga sieht Bringschuld bei der Gewerkschaft

Axel Strehl, Präsident des Arbeitgeberverbandes Dehoga Schleswig-Holstein, sieht das Heft des Verhandelns bei der NGG: „Unser Gegenüber hat sich 0,0 Prozent bewegt.“ Der Dehoga habe bereits eine Gehaltserhöhung bis 8,3 Prozent angeboten. „Wir verlangen lediglich, das gesammelte Plusstunden in umsatzschwächeren Zeiten über Jahresarbeitszeitkonten abgebummelt werden können – das ist in ganz vielen Betrieben bereits gelebte Praxis“, sagte Strehl. Die NGG befürchtet dagegen eine Aufweichung des Arbeitszeitgesetzes und 13-Stunden-Tage: „Das ist mit uns nicht zu machen, wir haben Grenzen“, sagt Grimberg. Die Aussage der Dehoga, das Gehalt um 8,3 Prozent erhöhen zu wollen, sei „völlig falsch, das kann jeder mit dem Taschenrechner überprüfen“.

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Ein Artikel von
Jan von Schmidt-Phiseldeck
Wirtschaftsredaktion

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