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07:00 19.06.2018
Von Ulrich Metschies
Schleswig-Holstein soll künftig deutlich mehr Urlauber aus dem Ausland anlocken - und zwar nicht nur durch seine Badestrände. Quelle: asc
Kiel

Fast 30 Millionen Übernachtungen 2017 und ein kräftiges Umsatzplus auf 9,5 Milliarden Euro. Nein, über die Zahlen kann man nicht meckern: Der Schleswig-Holstein-Tourismus hat in den vergangenen Jahren ein ordentliches Wachstum hingelegt und steuert nach Einschätzung von Tourismusminister Bernd Buchholz (FDP) 2018 auf ein neues Rekordjahr zu.

Auch bei Geschäftsreisenden gibt es Nachholbedarf

Doch in seiner Zeit als Spitzenmanager hat der frühere Gruner + Jahr-Chef unter anderem dies gelernt: „Die größten Fehler macht man, wenn man denkt: Wieso etwas ändern, es läuft doch super.“ Buchholz und Bettina Bunge, Geschäftsführerin der Tourismus Agentur Schleswig-Holstein (Tash) wollen die Tourismusstrategie jetzt nachjustieren, um die Erfolge langfristig abzusichern. An Baustellen mangelt es nicht. Schleswig-Holstein ist nach wie vor Entwicklungsland bei den Themen Auslandstourismus und Geschäftsreisen.

"Mehr Menschen begeistern, die uns noch nicht kennen"

Nachlegen will der „echte Norden“ vor allem beim Thema Auslandsmarketing. Die zentrale Aufgabe formulierte Bunge gestern in Kiel so: „Damit der Schleswig-Holstein-Tourismus als Leitökonomie für unser Land erfolgreich bleibt, müssen wir unser Marketing intensivieren, neue Trends aufgreifen und Menschen begeistern, die uns bis dato noch nicht kennen oder noch nicht attraktiv genug finden.“ Das geht nicht ohne Geld. So hat das Wirtschaftsministerium das Budget der Tash mit ihren 16 Mitarbeitern für 2018 um 500000 auf gut 2,3 Millionen Euro aufgestockt, im kommenden Jahr ist ein Anstieg in gleichem Umfang geplant.

Auch beim digitalen Marketing will der Norden nachlegen

Gas geben will der Norden auch beim Thema digitales Marketing. Buchholz: „Das Informations- und Buchungsverhalten der Reisenden wird immer digitaler – darauf muss die Branche reagieren.“ Daher bereitet die Tash ihr Informationsangebot derzeit so auf, dass es von künstlicher Intelligenz optimal verarbeitet werden kann. Das heißt: Wer künftig Google, Alexa oder andere Sprachassistenten fragt, was die Holsteinische Schweiz heute bei Mistwetter zu bieten hat, der soll darauf nicht nur schnelle, sondern auch nutzbringende Antworten erhalten.

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