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Wirtschaft US-Behörde lehnt Strafzölle gegen Bombardier ab
Nachrichten Wirtschaft US-Behörde lehnt Strafzölle gegen Bombardier ab
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09:23 27.01.2018
Die Flugzeug der C-Serie von Bombardier stand in der Kritik: Die US-Regierung wollte wegen des Vorwurfs unfairer Subventionen hohe Strafzölle gegen Flugzeuge des kanadischen Herstellers Bombardier verhängen. Quelle: dpa
Washington

Rückschlag für Boeing und US-Präsident Donald Trump: Im Handelsstreit mit Kanada hat eine wichtige Behörde den vom US-Flugzeugbauer erhobenen Vorwurf illegaler Subventionen für den Rivalen Bombardier zurückgewiesen. Die Lieferung von Flugzeugen der Baureihe „CSeries“ aus Kanada schade der US-Industrie nicht, befand die für gewerbliche Rechtskonflikte zuständige Schiedsstelle US International Trade Commission (ITC). Mit der Entscheidung werden auch die von der US-Regierung verhängten Strafzölle in Höhe von fast 300 Prozent ausgesetzt.

Boeing hatte den kanadischen Konkurrenten beschuldigt, nur durch unfairen Preiswettbewerb und verbotene staatliche Förderung einen Großauftrag bei der US-Fluggesellschaft Delta Air Lines gewonnen zu haben. Die ITC-Entscheidung fiel mit vier zu null Stimmen, was einer krachenden Niederlage für Boeing gleichkommt. Gleiches gilt für Trump und sein Handelsministerium, das sich in dem Konflikt mit ungewöhnlich hohen Anti-Dumping-Zöllen auf die Seite von Boeing geschlagen hatte.

Bombardier feierte die Entscheidung in einem Statement als „Sieg für Innovation, Wettbewerb und Rechtmäßigkeit“. Die Aktien der Kanadier schossen in Toronto um rund 15 Prozent nach oben. Boeing zeigte sich enttäuscht. Eine ausführliche Begründung der ITC dürfte erst in den nächsten Tagen folgen.

Die USA liegen in Sachen Handelspolitik generell im Clinch mit ihren Nachbarn Kanada und Mexiko - Trump sieht sein Land unfair behandelt und droht, den Freihandelspakt Nafta aufzukündigen. Seit Monaten verhandeln die Partnerländer über eine Neugestaltung des Abkommens - bislang jedoch ohne Erfolg.

Von RND/dpa

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