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Wirtschaft Umsatz steigt bei Alstom auf 5,5 Milliarden Euro
Nachrichten Wirtschaft Umsatz steigt bei Alstom auf 5,5 Milliarden Euro
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17:15 17.01.2018
Der Geschäftsführer von Alstom Henri Poupart-Lafarge (r) und der Geschäftsführer von Siemens Joe Kaeser wollen eine deutsch-französische Zug-Allianz schmieden. Quelle: dpa
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Paris

Der französische Zughersteller Alstom ist vor der geplanten Zug-Allianz mit Siemens in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2017/18 weiter gewachsen. Der Umsatz kletterte im Zeitraum April bis Dezember um 6 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Der Auftragseingang fiel zwar um ein Drittel, da im Vorjahr besonders große Order angefallen waren. Der Auftragsbestand lag zu Ende Dezember mit 32,8 Milliarden Euro aber auf hohem Niveau.

Mit dem Umsatzzuwachs in den ersten neun Monaten liege das Unternehmen im Plan mit seinen Zielen bis 2020, sagte Unternehmenschef Henri Poupart-Lafarge. Der Deal mit Siemens mache Fortschritte. Ende September hatten Siemens und Alstom die Zug-Allianz angekündigt, die im laufenden Jahr abgeschlossen werden soll.

Mit der Fusion ihrer Zugsparten reagieren die beiden Unternehmen auf den Wettbewerbsdruck, der nach dem Zusammenschluss der beiden größten chinesischen Zughersteller zum Giganten CRRC massiv gewachsen war. Vor gut zwei Jahren hatte Alstom sein Energiegeschäft an General Electric verkauft. In Zukunft wollen sich die Franzosen auf Stadtverkehr konzentrieren.

Auch der US-Rivale General Electric ist im Umbruch

Allerdings könnte nun General Electric selber vor einem Wandel stehen. Das Management erwägt offenbar eine Aufspaltung des Konzerns. „Wir suchen aggressiv nach der besten Struktur oder den besten Strukturen [...], um das Potenzial unserer Geschäfte zu maximieren“, sagte Vorstandschef John Flannery am Dienstag bei einer Telefonkonferenz mit Investoren. GE sei bereits dabei, eine Zerschlagung in einzelne Geschäftsteile in die Wege zu leiten, berichtete der US-Sender CNBC später unter Berufung auf Insider. Eine Aufspaltung könnte schon im Frühjahr verkündet werden.

Der rund 300 000 Mitarbeiter zählende Siemens-Rivale aus Boston steckt in der Krise und ist an der Börse schon länger unter Druck. Flannery hatte den Spitzenjob im August vom langjährigen Konzernchef Jeff Immelt übernommen, der stark in die Kritik geraten war. Flannery will die 125 Jahre alte US-Industrie-Ikone mit drastischen Maßnahmen wieder auf Kurs bringen. Im Frühjahr will er Investoren über seine konkreten Pläne informieren. „Wir müssen weiter mit der Absicht voranschreiten, GE neu aufzustellen“, so Flannery.

Von dpa/RND

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