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Wirtschaft United Internet wagt mit spanischem Webhoster erneut Großzukauf
Nachrichten Wirtschaft United Internet wagt mit spanischem Webhoster erneut Großzukauf
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11:33 19.08.2013
Die Logos des Internetdienstleisters United Internet: 1&1, GMX und Web.de. Quelle: Maurizio Gambarini
Montabaur

", sagte United-Internet-Chef Ralph Dommermuth in Montabaur.

Der deutsche Konzern hat sich weltweit als Hostinganbieter, der Serverkapazitäten zum Beispiel für Internetseiten zur Verfügung stellt, etabliert. Die Aktie des TecDax-Schwergewichts zog in den ersten Handelsminuten deutlich an. Zuletzt lag sie mit einem Plus von rund einem Prozent bei 25,44 Euro.

Der spanische Webhosting- und Cloud-Computing-Anbieter Arsys setzte zuletzt mit rund 150.000 Kunden jährlich rund 40 Millionen Euro um. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag bei 15 Millionen Euro. Verkäufer sind die beiden Finanzinvestoren The Carlyle Group und Mercapital sowie andere Altgesellschafter.

Arsys ist den Angaben zufolge einer der größten Anbieter Spaniens für das sogenannte Webhosting und fürs Cloud-Computing, dem Speichern von großen Datenmengen in Rechenzentren. Das passt zu United Internet. Das Unternehmen ist in beiden Bereichen europaweit einer der größten Anbieter. Auch in Spanien ist der deutsche Konzern bereits mit der Marke 1&1 vertreten. Daran solle sich nichts ändern. Arsys soll auch künftig vom derzeitigen Management als eigenständiges Unternehmen weitergeführt werden.

Mit der Übernahme forciert United-Internet-Chef Ralph Dommermuth den Wachstumskurs. Zuletzt konnte der Konzern vor allem aus eigener Kraft die Kundenzahl ständig nach oben schrauben. Erst in der vergangenen Woche hatte United Internet das Neukundenziel für dieses Jahr um 10 Prozent auf 1,1 Millionen erhöht.

An der Börse kam dies genauso wie das deutliche Umsatzplus im ersten Halbjahr sehr gut an. Die Aktie war nach Bekanntgabe der Quartalszahlen auf das Rekordhoch von 26,13 Euro gestiegen. Dieses Niveau konnte das Papier zwar nicht ganz halten. Gemessen am Börsenwert liegt das Unternehmen nach dem jüngsten Höhenflug der Aktie mit knapp fünf Milliarden Euro allerdings weiter deutlich vor einigen Dax-Unternehmen wie K+S oder Lanxess.

Da Firmengründer und Unternehmenschef Dommermuth derzeit knapp 44 Prozent der Anteile hält und der Streubesitz daher vergleichsweise gering ist, kann sich United Internet gegenwärtig kaum noch Hoffnung auf einen Aufstieg in den Dax machen. Dazu müsste der Kurs dann noch weiter steigen. Bisher hat mit Infineon nur ein TecDax-Unternehmen den Aufstieg in den wichtigsten Aktienindex Deutschlands geschafft.

United Internet kauft Vorleistungen und Kapazitäten von Netzbetreibern wie der Deutschen Telekom oder Vodafone und baut daraus eigene Angebote mit der DSL-Tochter 1&1. Als Wachstumsgeschäft setzt United Internet besonders auf ihren Internetseiten-Eigenbausatz DIY und steckte zuletzt viel Geld in die Werbung für dieses Produkt.

dpa

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