Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Wirtschaft VW plant Drohnen-Abwehrsystem gegen Spione
Nachrichten Wirtschaft VW plant Drohnen-Abwehrsystem gegen Spione
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:00 24.01.2018
Ein Aufspürsystem für Drohnen soll künftig Spionage bei Testfahrten verhindern. Quelle: dpa
Anzeige
Wolfsburg

Das Unternehmen aus dem bayerischen Fürstenfeldbruck wurde von VW beauftragt, „ein mobiles Drohnendetektionssystem auf Basis eines VW Crafters für den Einsatz im Konzern auszuliefern“, wie die Firma Elektroniksystem- und Logistik-GmbH (ESG) mitteilte. Wie die „Wolfsburger Allgemeine“ berichtet, war das Drohnen-Abwehrsystem Guardion bereits mehrfach im Einsatz: Zum Beispiel zur Absicherung der politischen Großveranstaltungen G7-Gipfel in Elmau 2015, des Staatsbesuchs von US-Präsident Barack Obama im Juni 2016 und des G20-Gipfels in Hamburg 2017. Das Guardion-System kann Drohnen aufspüren und außer Funktion setzten, etwa durch eine Störung des WLAN-Signals, der Funkfernsteuerung oder durch elektromagnetische Impulse, die auf die Steuerelektronik von Drohnen einwirken.

Zur Frage nach möglichen Einsatzorten des Systems hieß es bei Volkswagen lediglich, dass sich das Unternehmen zu Sicherheitsthemen grundsätzlich nicht äußere. ESG teilte mit, dass die Bestellung des Autokonzerns für ein mobiles Drohnen-Aufspürsystem der erste zivile Großauftrag aus der deutschen Industrie sei. „Diese Beauftragung beweist erneut das Vertrauen unserer Kunden in den ganzheitlichen Ansatz unserer Lösungen und die themenübergreifende, kundennahe Serviceleistung und Beratungskompetenz der ESG über die technische Expertise hinaus“ sagt Christoph Weber von ESG.

Von Florian Heintz/WAZ/RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mehrere tausend Metallarbeiter haben am Mittwoch in Hamburg für die Forderungen ihrer Gewerkschaft in der laufenden Tarifrunde demonstriert. "Hamburger Nächte sind nicht billig - deshalb Anhebung der Schichtzuschläge" und "Küstenweit streikbereit" stand auf Transparenten und Plakaten, die in der Demonstration mitgeführt wurden.

24.01.2018

Die US-Investorengruppe Cerberus/Flowers will für die HSH Nordbank deutlich mehr auf den Tisch blättern als bislang bekannt. Nach Gesprächen mit hochrangigen Cerberus-Vertretern in Berlin nannte FDP-Bundesvize Wolfgang Kubicki KN-online ein Kaufpreis-Gebot von mehr als einer Milliarde Euro.

Ulrich Metschies 24.01.2018

Ehemalige Gründer aus Kiel wandern oft nach Berlin oder Hamburg ab. Den Start-ups fehlt es in Schleswig-Holstein an Risikokapitalgebern, Fachkräften und Wissensaustausch. Das Wirtschaftsministerium will die Schwachstellen in Angriff nehmen.

Anne Holbach 24.01.2018
Anzeige