Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Wirtschaft Geldgeber sind sauer
Nachrichten Wirtschaft Geldgeber sind sauer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:15 05.03.2018
Von Ulrich Metschies
Geldgeber fühlen sich benachteiligt: Beim Verkauf der HSH Nordbank gibt es Ärger. Quelle: Daniel Bockwoldt

In einer am Montag von der Frankfurter Kommunikationsagentur Charles Barker veröffentlichten Mitteilung heißt es, bislang hätten die namentlich nicht genannten Investoren den Privatisierungsprozess "klar unterstützt". Die am vergangenen Mittwoch von den Ländern  Hamburg und Schleswig-Holstein sowie von der Bank veröffentlichten Angaben hätten bei den Investoren jedoch Bedenken "über den Ablauf des Verkaufsprozesses, dessen negative Auswirkungen auf die Bank sowie dessen Ausgestaltung zugunsten der Käufer hervorgerufen".

Investoren suchen Verstärkung

Nun suchen die Investoren offenbar Verstärkung, um den Druck auf die Bank zu erhöhen. In der Mitteilung fordern die Geldgeber  "andere interessierte Investoren" auf, sich mit ihnen in Verbindung zu setzen, "um sich zu organisieren und ihre Bedenken gemeinsam zu erörtern". Nach Informationen von KN-online hatten einige der Gesellschaften Angebote für die Bank abgegeben, waren jedoch im Verkaufsprozess ausgeschieden.

Die Bank wollte das Schreiben nicht kommentieren. Auf die Frage, ob die Investoren durch ein abgestimmtes Verhalten den Verkaufsprozess negativ beeinflussen könnten, sagte ein HSH-Sprecher: "Nein."

Mitteilung vom Mittwoch hat die Investoren aufgeschreckt

Aufgeschreckt wurden die Investoren offenbar von einer Mitteilung der Bank vom verganenen Mittwoch. Daraus geht hervor, dass die HSH "aufgrund einer nun beginnenden mehrjährigen Transformationsphase" erwartet, dass  Ausschüttungen auf sogenannte Hybridkapitalinstrumente (eine Mischung aus Eigen- und Fremdkapital) erst ab dem Geschäftsjahr 2024 möglich sein werden und damit vier Jahre später als bislang geplant.

Am vergangenen Mittwoch hatten die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein einen Vertrag zum Verkauf der HSH an vier US-Finanzinvestoren und eine österrichische Bank unterschrieben. Vereinbarter Kaufpreis: rund eine Milliarde Euro. 

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Kampf zwischen den Tech-Giganten Alphabet und Amazon geht in die nächste Runde: Amazon will die vernetzten Geräte des Konkurrenten Nest nicht mehr anbieten. Beide Unternehmen liefern sich seit knapp zwei Jahren einen scharfen Wettbewerb um das Internet der Dinge.

05.03.2018
Wirtschaft Ski-Jacken aus Altplastik - Pyua zieht ins Gewerbegebiet Russee

Die Kieler Firma Pyua hat vor zehn Jahren mit ihrem Geschäft klein angefangen, jetzt zieht der Anbieter für Outdoor-Kleidung recyceltem Polyester aus der Holstenstraße in das Gewerbegebiet nach Russee.

Ulrich Metschies 05.03.2018

Im Kampf gegen hohe Schulden und steigende Finanzrisiken will sich China in diesem Jahr mit einem etwas geringeren Wachstum zufrieden geben. Nach einem Zuwachs von 6,9 Prozent im Vorjahr soll die Wirtschaft um „rund 6,5 Prozent“ zulegen, wie Ministerpräsident Li Keqiang in seinem Rechenschaftsbericht angab.

05.03.2018
Anzeige