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Wirtschaft Shopping-Paradiese im Clinch
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07:00 03.11.2018
Von Bastian Modrow
Verkaufsoffener Sonntag vor zwei Jahren:Die Holstenstraße in der Kieler Innenstadt war zu den Skandinavien-Tagen sehr gut besucht. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Eine vergleichbare Situation hat es so an einem Sonntag im norddeutschen Einzelhandel noch nicht gegeben: Morgen öffnet nicht nur in Kiel, Lübeck und Flensburg ein Großteil der Geschäfte, auch eine ganze Reihe kleinerer Städte mischt mit, darunter Eckernförde, Henstedt-Ulzburg und Bad Segeberg. Und wäre das Angebot an sonntäglichen Shopping-Angeboten damit noch nicht groß genug, will auch noch der Hamburger Einzelhandel vom Sonntagsumsatz profitieren.

Ladenöffnungsgesetz schreibt besondere Anlässe vor

Die Geschäftsführerin des Handelsverbands Nord in Kiel, Mareike Petersen, sagt, „dass die größeren Städte natürlich mehr Anziehungskraft haben als die kleineren Zentren“. Um künftig untereinander die Gefahr einer Kannibalisierung von Umsätzen zu minimieren, drängt der Handelsverband darauf, Sonntags- öffnungen besser zu koordinieren. Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz hat zwar Verständnis für Kritik an der Termin-Ballung. Er erinnert aber auch daran, „dass das Ladenöffnungsgesetz nun einmal besondere Anlässe vorschreibt, um an Sonntagen die Geschäfte zu öffnen“. In Lübeck sind dies morgen die 60. Nordischen Filmtage.

Skandinavien-Tage in Kiel

„Ein Termin, den man nicht hin- und herschieben könnte, nur weil andere Städte wie Kiel dort ebenfalls einen Aktionssonntag planen“, sagt Olivia Kempke vom Lübeck Management. „Besser wäre es, wenn die Landesregierung das Gesetz zur Sonntagsöffnung nachbessert und den Anlassbezug streicht.“ Johannes Hesse von Kiel-Marketing sieht der Konkurrenz gelassen entgegen. „Wir veranstalten zum zehnten Mal unsere Skandinavien-Tage am ersten November-Sonntag, das hätten die anderen wissen können.“

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