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Wirtschaft Video wurde Sig Sauer zum Verhängnis
Nachrichten Wirtschaft Video wurde Sig Sauer zum Verhängnis
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07:54 13.04.2018
Von Ulrich Metschies
Gut 100 Mitarbeiter sind hier beschäftigt: Sitz von Sig Sauer in Eckernförde. Quelle: Kai Pörksen
Eckernförde

Der Vorwurf: illegaler Export zehntausender Pistolen zwischen 2009 und 2012 in das damalige Bürgerkriegsland. Auf einen Verstoß gegen das Ausfuhrwirtschaftsgesetz drohen fünf Jahre Haft.

Staatsanwaltschaft fordert Zahlung von zwölf Millionen

Doch auch die Firmen-Gruppe könnte das Geschehen von damals teuer zu stehen kommen. Denn die Ankläger wollen erreichen, dass das Unternehmen sämtliche Einnahmen durch das umstrittene Geschäft an die schleswig-holsteinische Landeskasse zahlt: „Es geht um zwölf Millionen Euro“, sagte Axel Bieler, Sprecher der Staatsanwaltschaft Kiel.

Anwalt: Eckernförde droht kein Risiko

Von dieser Erlös-Abschöpfung sei sein Mandant, die Sig Sauer GmbH & Co. KG mit Sitz in Eckernförde nicht betroffen, betonte der Kieler Anwalt Gerald Goecke. Nach Informationen von KN-online richtet sich die mögliche Millionenforderung an die Konzernmutter L & O Sig Sauer Verwaltungs GmbH im westfälischen Emsdetten. Dahinter stehen die Unternehmer Michael Lüke und Thomas Ortmeier. Dem Vernehmen nach handelt es sich bei den Angeklagten um vier Deutsche und einen Amerikaner, darunter Lüke und Ortmeier.

Kolumbianischer Polizist filmte seine Dienstwaffe

Es war ein Youtube-Video, das dem Waffenhersteller zum Verhängnis wurde: Ein kolumbianischer Bundespolizist hatte bei einer Übung im Dschungel stolz seine Waffe gefilmt, eine Sig Sauer SP 2022, und das Video dann hochgeladen. Es war seine Dienstwaffe, „Made in Germany“ stand auf dem Lauf, und genau das war das Problem: Exporte von Kleinwaffen nach Kolumbien waren damals verboten.

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