Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Wirtschaft Warnstreik legt Daimler-Werk in Sindelfingen lahm
Nachrichten Wirtschaft Warnstreik legt Daimler-Werk in Sindelfingen lahm
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:43 16.01.2018
Ein Warnstreik der IG Metall legte am Dienstag die Produktion im Daimler-Werk in Sindelfingen lahm. Quelle: dpa
Sindelfingen

Erstmals im laufenden Tarifkonflikt haben Tausende Daimler-Mitarbeiter im Sindelfinger Werk des Autobauers die Arbeit niedergelegt. Bei einer Kundgebung vor den Werkstoren zeigte sich die Gewerkschaft IG Metall kampfbereit: „Diesmal ist es nur ein Warnstreik, aber wir können eskalieren - wenn kommende Woche von den Arbeitgebern kein anständiges Angebot kommt, dann streiken wir den ganzen Tag“, rief Daimler-Vize-Betriebsratschef Ergun Lümali am Dienstag in Sindelfingen bei Stuttgart seinen Kollegen zu.

Roman Zitzelsberger, Landesbezirksleiter der IG Metall, forderte die Arbeitnehmer auf, sich zu bewegen. „Am vergangenen Donnerstag ist man uns in einem Tippelschritt entgegengekommen, indem es hieß, man sei bereit, über kürzere Vollzeit zu reden. Aber das reicht noch lange nicht aus.“

Der Gewerkschaft geht es für die 3,9 Millionen Metaller nicht nur um die Option, die Arbeitszeit befristet auf 28 Wochenstunden senken zu können. Sie fordert angesichts der starken Wirtschaftslage auch sechs Prozent mehr Geld - die Arbeitgeber bieten bisher zwei Prozent. Außerdem sollen Beschäftigte, die ihre Arbeitszeit reduzieren möchten, um Kinder oder Familienangehörige zu betreuen, einen Zuschuss erhalten. Am 24. Januar wird weiterverhandelt. Bis dahin finden in verschiedenen Unternehmen im Südwesten Warnstreiks statt.

Von RND/dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Weil der Reiseveranstalter zwei der wichtigsten Sehenswürdigkeiten abgesagt hat, will ein Paar von ihrer China-Rundreise zurücktreten. Doch der Veranstalter weigert sich. Das Unternehmen will Stornogebühren sehen. Nun entscheidet der Bundesgerichtshof – er könnte sich der Vorinstanz anschließen.

16.01.2018

Aus der Insolvenzmasse der Air Berlin hat sich die Düsseldorfer Beteiligungsgesellschaft SBC die Schweizer Airline Belair geschnappt. Über den Deal des auf Sanierung spezialisierten Unternehmens wurde bereits im vergangenen Herbst spekuliert. Eine Wiederaufnahme des Flugbetriebs wird für den Sommer 2018 angestrebt.

16.01.2018

Sind Unternehmen, die sogenannte Facebook-Fanpages betreiben, auch für Datenschutzverstöße von Facebook verantwortlich? Eine Antwort des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) bis spätestens im Frühsommer wird besonders in Kiel mit großer Spannung erwartet.

Jan von Schmidt-Phiseldeck 16.01.2018