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18:45 15.06.2018
Von Anne Holbach
Tim Logan (li.), Eliza Rottengatter (2. v. re.) und Alexander Ohrt (re.) aus dem Organisationsteam des Waterkant-Festivals mit den Eröffnungsrednern Canay Atalay (2. v. li.) und Jesper Krogh Kjeldsen (Mitte). Quelle: Manuel Weber
Kiel

Bevor der Wirtschaftsminister am Donnerstagabend auf die Bühne darf, gibt es erst mal Clubsounds von Jörn Bielfeld alias JBXDR, der mit einer Mischung aus Schlagzeugspiel und elektronischen Samples das Festival eröffnet. „Ich stände jetzt lieber nicht im Anzug hier, aber ich saß heute den ganzen Tag im Parlament“, sagt Minister Bernd Buchholz als er endlich dran ist.

Der FDP-Politiker spricht Englisch, weil Menschen aus Skandinavien, den Niederlanden und dem Baltikum zu Gast sind. Er erzählt von seiner Vergangenheit als Manager und von Start-ups, die er damals kaufte. Die hätten alle eines gemeinsam gehabt: Mut, etwas anzuschieben, und keine Angst, dabei auch Fehler zu machen. „Von hundert Ideen wird vielleicht eine ein erfolgreiches Unternehmen“, so Buchholz. Scheitere eine Idee, ergebe sich daraus aber vielleicht etwas Neues. Der Erfolgsfaktor sei das „Mindset“ – die Denkweise.

350 Schüler kamen zur Premiere des Young-Waterkants

„Du kannst die eine Person sein, die eine ganze Industrie ändert“, sagt auch Eröffnungsredner Jesper Strange Kjeldsen. Der Däne hat in seiner Heimat aus Protest gegen teures stilles Wasser in Plastikflaschen erfolgreich Leitungswasser in Trinkkartons vermarktet. Es brauche Vertrauen in eigene Fähigkeiten, um alternative Geschäftsmodelle umzusetzen, wird die türkische Gründerin Canay Atalay später auf der Bühne sagen.

„Wir wollen hier mit den vielfältigen Angeboten zeigen, dass man sich trauen sollte, auf seine Talente zu setzen. Auch wenn eine Idee vielleicht etwas nischig ist“, sagt Waterkant-Mitorganisator Alexander Ohrt. Das sei auch eine wichtige Botschaft an die 350 Schüler gewesen, die mit dem Young-Waterkant erstmals eine eigene Veranstaltung bekommen haben. „Für viele war das hier eine ganz andere Welt, weil Unternehmertum mit Dingen wie Youtube oder Gaming zusammengebracht wurden. Dinge, die ihnen Spaß machen.“ Weil die Premiere des Schülerformats ein Erfolg gewesen sei, soll es das Young-Waterkant auch im kommenden Jahr wieder geben, sagt Organisatorin Kim Dittmann.

In der Halle 51werden Kontakte geknüpft

Am Freitagmorgen laufen sich in der Halle 51 Gründer und Unternehmensberater, Mitarbeiter von großen Firmen wie Dräger und aus den Ministerien über den Weg. „Wir gucken uns hier mal um und suchen Gespräche mit anderen Start-ups oder Firmen“, erzählt Niklas Olberding vom Kieler Software-Start-up „8tronix“ und lobt die lockere Atmosphäre. In den verschiedenen Veranstaltungszonen lauschen Besucher mit Kopfhörern Vorträgen. Es gibt aber handfeste Praxistipps, von Leuten, die die erfolgreiche Gründung bereits hinter sich haben. Daneben stellen Start-ups aus der Region sich vor. In einer Ecke können Videospiele von Kieler Entwicklern ausprobiert werden, auch ein dänischer E-Sports-Verein ist vertreten. 

Auf dem Waterkant-Festival in Kiel trafen sich 1200 Menschen aus der Gründungs- und Unternehmerszene.
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