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09:00 24.09.2018
Windräder drehen sich in Norddeutschland - doch der Ausbau stockt gewaltig. Quelle: Jens Büttner
Hamburg.

Mehr als 1400 Aussteller aus 40 Ländern zeigen ab morgen in Hamburg alles zum Thema Windenergie: Es geht um Turbinen und Rotorblätter, elektrische Komponenten sowie Dienstleistungen aus Logistik, Sicherheit, Finanzierung und Versicherung. Erwartet werden zur Messe Wind Energy vom 25. bis 28. September rund 35.000 internationale Fachbesucher.

Doch in der deutschen Windenergie-Branche ist die Stimmung sehr gedämpft. Nach erfolgreichen Jahren verspüren die Anlagenbauer und Projektentwickler keinen Rückenwind mehr aus Berlin und sind enttäuscht von der Bundesregierung und vor allem Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). „Es herrscht Stagnation“, stellt Andreas Wagner von der Stiftung Offshore-Windenergie fest.

3,1 Gigawatt Ausbau seien deutlich zu wenig

Bei einer Umfrage unter Windenergie-Unternehmen aus der Metropolregion Hamburg beklagten die Manager vor allem den stockenden Ausbau der Übertragungsnetze, die schwindende Akzeptanz für die Energiewende auf Seiten der Politik und die zu geringen Ausbaumengen für die Windenergie.

Für 2021 bis 2025 sind nur 3,1 Gigawatt zusätzlich vorgesehen. „Das ist deutlich zu wenig“, sagt Wagner. Die Industrie will 1,5 Gigawatt mehr bauen, für die auch die nötigen Leitungen vorhanden wären.

Deutsche Firmen bauen kräftig Jobs ab

Deshalb leiden die deutschen Hersteller unter der heimischen Flaute im boomenden Weltmarkt. Firmen wie Senvion und Nordex, Enercon oder Siemens Gamesa haben mit sinkenden Umsätzen zu kämpfen und Mitarbeiter entlassen. Nach Angaben der IG Metall Küste sind seit dem Beginn vergangenen Jahres mindestens 2000 Arbeitsplätze in der Branche in Norddeutschland verloren gegangen. Dazu kommen viele Jobs in Zulieferindustrien

Von Eckart Gienke

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