Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Wirtschaft ZEW-Konjunkturerwartungen steigen dank EZB-Beschlüssen
Nachrichten Wirtschaft ZEW-Konjunkturerwartungen steigen dank EZB-Beschlüssen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:51 18.09.2012
Der jüngste Anstieg der Konjunkturerwartungen folgt auf vier Rückgänge in Folge. Quelle: Archiv

Die ZEW-Konjunkturerwartungen stiegen nach zuletzt vier Rückschlägen in Folge um 7,3 Punkte auf minus 18,2 Zähler, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte. Volkswirte hatten mit einem etwas schwächeren Anstieg auf minus 20,0 Punkte gerechnet.

Nach Einschätzung von ZEW-Präsident Wolfgang Franz dürfte die Verbesserung vor allem auf das neue Anleihekaufprogramm der EZB zurückgehen. "Allerdings ist die Schuldenkrise noch nicht gelöst und die Konjunkturrisiken sind nach wie vor virulent." In ersten Einschätzungen kommentierten Bankvolkswirte die Daten deutlich optimistischer. EZB-Präsident Mario Draghi "könnte Deutschland gerettet haben", sagte beispielsweise Berenberg-Experte Holger Schmieding.

Die Notenbank habe mit ihrer Ankündigung, notfalls unbegrenzt Staatsanleihen aufzukaufen, "die Chance erhöht, dass die deutsche Wirtschaft gegen Ende des Jahres wieder wachsen wird", hieß es in einer Analyse der Commerzbank. Die Experten sprachen von "sehr guten Rahmenbedingungen von Seiten der Geldpolitik, des Wechselkurses und der Weltwirtschaft". Ein Abflauen der Euro-Schuldenkrise "dürfte den nächsten kräftigen Aufschwung der deutschen Wirtschaft auslösen".

Auch nach Einschätzung der Berenberg Bank ist die Aufhellung des ZEW-Konjunkturindikators vielversprechend. Der Anstieg sei "das erste vorsichtige Anzeichen, dass die EZB Deutschland vor einer Rezession bewahren wird". Allerdings habe der ZEW-Konjunkturindikator in der Vergangenheit immer wieder stark geschwankt. Nach Einschätzung der Berenberg Bank muss der ZEW-Index noch mindestens zweimal in Folge steigen, bevor von einer Trendwende gesprochen werden kann.

Zudem fiel die Beurteilung der aktuellen Lage durch die vom ZEW-Institut befragten Experten ungünstiger als im Vormonat aus. Der Indikator sank um 5,6 Punkte auf 12,6 Zähler. Die schlechtere Beurteilung der Lage liefert Hinweise darauf, dass die "Konjunkturerholung holprig verlaufen dürfte", kommentierte Postbank-Experte Thilo Heidrich.

Für die Eurozone haben sich die Konjunkturerwartungen ebenfalls stark aufgehellt, während die Lagebewertung leicht nachgab. Der Erwartungsindex für den Euroraum sei um 17,4 Punkte auf minus 3,8 Zähler gestiegen, die Lagekomponente sei hingegen um 1,2 Punkte auf minus 76,3 Zähler gesunken, teilte das ZEW weiter mit.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Kräftig steigende Energiekosten überschatten im deutschen Einzelhandel die Freude auf das Weihnachtsgeschäft.Erstmals seit mehr als zwei Jahren überwiege wieder der Anteil der Händler mit einer schlechten Lagebewertung gegenüber denen mit einer guten, teilte der HDE mit.

18.09.2012

Man nehme: Ein kleines Profilbild, ein paar kesse Sprüche, fertig ist die virtuelle Identität. Von der Schwierigkeit diese mit der eigenen Persönlichkeit in Deckung zu bringen, authentisch mit Leben zu füllen handelt das erste Buch von Julia Schramm: "Klick mich.

18.09.2012

Für ein besonders energieeffizientes Einkaufszentrum in Kiel hat die Deutsche Energie-Agentur (dena) die famila-Handelsmarkt Kiel GmbH & Co. KG ausgezeichnet.

18.09.2012
Anzeige