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Wissen Volksverräter ist „Unwort des Jahres 2016“
Nachrichten Wissen Volksverräter ist „Unwort des Jahres 2016“
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10:24 10.01.2017
Das „Unwort des Jahres“ wird seit 1991 von einer sprachkritischen Initiative ausgewählt. Die Jury kritisiert mit der Wahl Schlagworte, die „gegen das Prinzip der Menschenwürde“ und „Prinzipien der Demokratie“ verstoßen  Quelle: dpa
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Darmstadt

Das „Unwort des Jahres 2016“ lautet „Volksverräter“. Das gab die Sprecherin der „Unwort“-Jury, Sprachwissenschaftlerin Nina Janich, am Dienstag in Darmstadt bekannt. Das Wort sei ein „Erbe von Diktaturen“ unter anderem der Nationalsozialisten. 1064 Einsendungen waren eingegangen, weniger als 2015 (1644) sowie in den Jahren 2014 (1246) und 2013 (1340).

Die Aktion gibt es seit 1991. Sie soll das Bewusstsein und die Sensibiltät für Sprache fördern. Die Jury nimmt bei ihren Entscheidungen „sachlich unangemessene oder inhumane Formulierungen im öffentlichen Sprachgebrauch“ in den Blick, „um damit zu alltäglicher sprachkritischer Reflexion aufzufordern“.

Neben dem „Unwort des Jahres“ gibt es auch das „Wort des Jahres“. Dieser Begriff wird unabhängig von der sprachkritischen Jury mit ihrer Sprecherin in Darmstadt von der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden gewählt. Für 2016 entschied sie sich für den Begriff „postfaktisch“. Zur Begründung hieß es, in politischen und gesellschaftlichen Diskussionen gehe es zunehmend um Emotionen anstelle von Fakten.

Von dpa/RND/zys/fw

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