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14:01 22.06.2018
Ein tropfender Wasserhahn. Quelle: dpa
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Cambridge

Plopp, Plopp, Plopp – ein tropfender Wasserhahn kann einen um den Schlaf und um den Verstand bringen. Britische Wissenschaftler haben nun herausgefunden, wie das nervtötende Geräusch entsteht. Dazu nutzten die Forscher von der Universität Cambridge Hochgeschwindigkeitskameras und Unterwassermikrofone.

So fanden sie heraus, dass der „Plopp“-Laut nicht, wie bisher vermutet, einfach durch den Aufprall des Tropfens auf einer Wasseroberfläche entsteht. Der ist eigentlich leise. Schuld an dem Ton ist dagegen eine dabei entstehende kleine Luftblase, schreiben die Forscher im Journal „Scientific Reports“.

Wie die Luftblase für das „Plopp“ sorgt

Bekannt war, dass ein ins Wasser fallender Tropfen zunächst eine Einwölbung in der Oberfläche erzeugt, bevor das Wasser an dieser Stelle wieder nach oben schießt. Durch den schnellen Rückprall des Wassers entsteht eine kleine Luftblase unter der Einwölbung. Die Blase bringt die Unterseite der Wassereinwölbung zum Schwingen und erzeugt so den charakteristischen Schall, erklären die Forscher.

„Mit Hilfe der Hochgeschwindigkeitskameras und der hochempfindlichen Mikrofone konnten wir zum ersten Mal die Schwingung der Luftblase beobachten“, sagt Sam Phillips, einer der beteiligten Wissenschaftler.

Ein Tropfen Spülmittel löst das Problem

Eigentlich machten die Wissenschaftler das Experiment nur, weil sie neugierig auf das Ergebnis waren. Aber sie glauben, dass man mit Hilfe ihrer Forschung nun Niederschlag effizienter messen oder das Geräusch von Wassertropfen in Filmen oder Videospielen realistischer nachahmen kann.

Außerdem haben die Forscher noch eine einfache Lösung für das Plopp-Problem parat: Man müsse einfach die Oberflächenspannung des Wassers verändern – zum Beispiel mit einem Tropfen Spülmittel.

Von asu/RND/dpa

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