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17:20 12.06.2018
Ein Affenbrotbaum in Afrika. Quelle: dpa
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Hannover

Eigentlich wollten Adrian Patrut und sein Team den Afrikanischen Affenbrotbaum besser verstehen. Tatsächlich fanden die Wissenschaftler auch einiges über die ikonischen Bäume heraus. Aber sie mussten sich auch eine ganz neue Frage stellen: Warum sind in den vergangenen Jahren so viele der ältesten und größten Exemplare gestorben?

Mehr als 60 Bäume untersuchten die Forscher zwischen 2005 und 2017. Das seien praktisch alle bekannten, sehr großen und möglicherweise alten Exemplare gewesen, schreiben sie in einem Paper, das in Nature Plants erschienen ist. In dieser Zeit starben acht der 13 ältesten und fünf der sechs größten Bäume ganz oder in Teilen. Betroffen war zum Beispiel Panke aus Simbabwe, ein Baum, der auf ein Alter von ungefähr 2450 Jahre geschätzt wurde.

Ein Ereignis von „beispielloser Größenordnung“

Der Tod der ältesten und größten Affenbrotbäumen in den vergangenen zwölf Jahren sei ein Ereignis von einer „beispiellosen Größenordnung“, schrieben die Forscher. Nicht nur die größten und ältesten Bäume könnten betroffen sein: Auch bei vielen anderen ausgewachsenen Affenbrotbäumen gebe es einen schnellen Anstieg von scheinbar natürlichen Todesfällen.

Schuld am Tod der gewaltigen Affenbrotbäume ist keine Infektion. Stattdessen, spekulieren die Forscher, könnte das verändernde Klima im südlichen Afrika verantwortlich sein.

Von Anna Schughart/RND

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