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A7-Ausbau: Das dauert noch

Sperrungen A7-Ausbau: Das dauert noch

Autofahrer auf der A7 müssen sich am kommenden Wochenende rund um Hamburg auf Behinderungen und Sperrungen einstellen. In der Nacht von Sonnabend auf Sonntag sollen die Vorbereitungen für den sogenannten Stellinger Deckel beginnen.

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Die letzten Arbeiten auf dem neuen Abschnitt der A 7 zwischen Bordesholm und Neumünster-Nord laufen. Ab Juni soll der Verkehr dort rollen.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Weiter nördlich steht die Freigabe der ersten neuen Abschnitte kurz bevor: An freie Fahrt ist dennoch nicht zu denken.

 „Zwischen dem Dreieck Bordesholm und Neumünster-Mitte werden die Verkehrsteilnehmer ab Juni auf einem der neu ausgebauten Abschnitte fahren können“, sagt Christian Merl vom Baukonsortium Via Solutions Nord. Wurde in den vergangenen Monaten zunächst die Autobahn in Fahrtrichtung Süden gebaut, ist nun die Gegenseite Richtung Norden dran. Am Tempolimit von 80 km/h wird sich entsprechend nichts ändern: Wie bislang werden sich Autos und Lastwagen in beiden Fahrtrichtungen die vier Spuren teilen müssen, entsprechend ist auch künftig mit zähfließendem Verkehr zu rechnen.

 „In beiden Richtungen gibt es einen 3,25 Meter breiten Laststreifen und eine 2,85 Meter breite Überholspur“, sagt Merl. Zudem wird eine zwei Meter breite Notspur an der rechten Fahrbahnseite angelegt, damit der Verkehr im Fall eines Unfalls leichter eine Rettungsgasse für Einsatzfahrzeuge bilden kann. „Darüber hinaus werden auf beiden Seiten im Abstand von etwa 1,5 Kilometern Nothaltebuchten mit einer Länge von etwa 100 Metern installiert“, kündigt der Sprecher an.

Autofahrer sollen sich gewöhnen

 Los geht der Seitenwechsel in den kommenden Wochen im Bauabschnitt 1, danach sollen die Abschnitte 3 zwischen Großenaspe und Bad Bramstedt, Abschnitt 5a (Kaltenkirchen – Quickborn) und 5b (Quickborn – Schnelsen-Nord) folgen. „Die sogenannten Verkehrsumlegungen in den betreffenden Bauabschnitten werden nach und nach bis August erfolgen, damit sich die Autofahrer von Bauabschnitt zu Bauabschnitt an die neue Verkehrsführung gewöhnen können“, kündigt Merl an.

 Anschließend beginnen in den vier Bauabschnitten die Bauarbeiten für die neue Fahrbahn in Richtung Norden. Wenn alles nach Plan läuft, können ab Frühjahr 2017 Autos und Schwerlastverkehr zwischen Hamburg und dem Dreieck Bordesholm auf drei Spuren je Fahrtrichtung rollen. Offen räumt Via Solutions ein, „etwa acht Wochen hinter dem ursprünglichen Zeitplan hinterherzuhängen“, so Merl. Das sei „misslich, ist aber bei solchen Großprojekten nicht ungewöhnlich.“ Vor allem bei einigen Brücken seien „planungstechnische Probleme“ aufgetreten. „Fest steht aber, dass wir wie geplant 2018 fertig sind“, so der Sprecher des Baukonsortiums.

 Am kommenden Wochenende sollen die ersten Vorarbeiten für den „Stellinger Lärmschutzdeckel“ beginnen. „Zum einen müssen die Schilderbrücken, die über die gesamte Autobahn reichen, demontiert werden, zum anderen wird das Einheben von zwei Brückenbetonteilen im Bereich des Niendorfer Geheges notwendig“, sagt Merl. Für die aufwendigen Arbeiten wird die A7 zwischen Stellingen und dem Autobahndreieck Nordwest von Sonnabend, 28. Mai, 22 Uhr, bis Sonntag, 29. Mai, 9 Uhr, voll gesperrt. Eine Umleitungsroute wird weiträumig ausgeschildert. „Für den Fernverkehr bietet sich von Süden aus die A1 ab Horster Dreieck bis Bargteheide und von dort aus die A21 bis Bad Segeberg und die B205 bis Neumünster-Süd an“, so der Via-Solutions-Sprecher.

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