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Annäherung bei Beutekunst: Die Cranachs in Moskau

Kunst Annäherung bei Beutekunst: Die Cranachs in Moskau

Eine deutsch-russische Ausstellung mit Gemälden und Grafiken von Vater und Sohn Lucas Cranach ist seit Freitag im Moskauer Puschkin-Kunstmuseum für das Publikum zugänglich.

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«Christus und die Ehebrecherin» von Lucas Cranach d.Ä. Foto: Sergei Ilnitsky

Moskau. Inmitten der politischen Krise zwischen Ost und West wolle die Schau auch das "Eis brechen", sagte Knut Kreuch, der Oberbürgermeister von Gotha.

Etwa zwei Dutzend Werke kommen als Leihgaben aus der Stadt in Thüringen. In der russischen Metropole hängen sie erstmals wieder neben Cranach-Bildern, die Sowjetsoldaten nach dem Zweiten Weltkrieg aus Gotha nach Moskau verfrachtet hatten. Russland sieht die Werke als Entschädigung für eigene Kriegsverluste. Die Schau gilt daher auch als Schritt der Annäherung in der heiklen Frage von Beutekunst.

"Die Ausstellung ist der Beweis, dass in schwierigen Fragen eine Einigung möglich ist, um Werke der Öffentlichkeit zugänglich zu machen", sagte der prominente russische Kulturpolitiker Michail Schwydkoi. Die Schau "Die Cranach-Familie - Zwischen Renaissance und Manierismus" ist ein Projekt des Puschkin-Kunstmuseums und der Stiftung Schloss Friedenstein in Gotha. Die Landesregierung von Thüringen sieht dies als wichtigen Beitrag im deutsch-russischen Museumsdialog.

Die Ausstellung, bei der auch Cranach-Werke aus Berlin, Prag und anderen Städten zu sehen sind, dauert bis zum 15. Mai 2016.

dpa

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