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Antikes Ziegelfragment an den Irak zurückgegeben

Kunst Antikes Ziegelfragment an den Irak zurückgegeben

Ein antikes Ziegelfragment mit einer 2600 Jahre alten Inschrift ist in Berlin dem Irak zurückgegeben worden. Ein anonymer Absender hatte das Fragment an die Stiftung Preußischer Kulturbesitz geschickt, wie die Stiftung mitteilte.

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Das Tonziegelfragment mit einer 2600 Jahre alten Inschrift.

Quelle: Britta Pedersen

Berlin. Der Absender gab an, das Stück in den 1970er Jahren in Babylon gefunden und mit nach Deutschland genommen zu haben. Stiftungspräsident Hermann Parzinger überreichte das Fragment nun am Montag dem irakischen Botschafter.

"Wir sind froh darüber, weil wir dazu beitragen wollen, solche entgegen irakischem Recht ausgeführten Kulturgüter wieder an das Land zurückzugeben", sagte eine Sprecherin der Stiftung. Auf dem Ziegelstück findet sich als gestempelte Inschrift eine Widmung des babylonischen Herrschers Nebukadnezar II. (Regierungszeit 605-562 v. Chr.). Die Stiftung geht davon aus, dass das Fragment ursprünglich in einem monumentalen Bauwerk Nebukadnezars II. verbaut war.

Das Stück soll nach Angaben der irakischen Botschaft zurück in den Irak gebracht werden. Erst im April hatte die Stiftung ein Ziegelfragment mit sumerischer Inschrift an den Irak zurückgegeben. Das Auswärtige Amt begrüßte die Praxis, solche Objekte an ihre Herkunftsländer zurückzugeben. Sie seien Teil des kulturellen Erbes, das aktuell besonders in Konfliktgebieten in Syrien und im Irak von Plünderung, Zerstörung, Raubgrabungen und illegalem Handel bedroht sei, hatte das Amt vergangene Woche mitgeteilt.

dpa

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