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Diane Kruger als beste Schauspielerin geehrt

Filmfestspiele Cannes Diane Kruger als beste Schauspielerin geehrt

Der wichtigste Preis des Filmfestivals Cannes geht nach Schweden. Große Ehre auch für Diane Kruger: Die Deutsche wird für ihre Leistung in Fatih Akins Drama als beste Schauspielerin ausgezeichnet.

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Regisseur Fatih Akin (l) und die deutsche Schauspielerin Diane Kruger in Cannes.

Quelle: Thibault Camus/AP/dpa

Cannes. Die Goldene Palme des Filmfestivals Cannes geht an die schwedische Gesellschaftssatire „The Square“ von Ruben Östlund. Das teilte die Jury am Sonntagabend mit. Das Werk erzählt von einem Museumskurator, dessen Leben außer Kontrolle gerät, als er sein Handy verliert. Regisseur Ruben Östlund wirft dabei Fragen zu Moral, Männlichkeit und Bigotterie der bürgerlichen Schicht auf. Es ist die erste Goldene Palme für Schweden.

Diane Kruger: beste Schauspielerin

Die Deutsche Diane Kruger gewann den Preis als beste Hauptdarstellerin. Die 40-Jährige wurde für ihre Leistung in Fatih Akins NSU-Drama „Aus dem Nichts“ geehrt. Das Werk erzählt von einem Bombenanschlag, bei dem ein Türke und sein kleiner Sohn sterben. Zurück bleibt die Ehefrau und Mutter. Die in Niedersachsen geborene Kruger nahm den Preis sichtlich gerührt entgegen und widmete ihn den Terroropfern und deren Angehörigen.

Es ist der erste Preis für eine deutsche Schauspielerin seit 1986, als Barbara Sukowa für „Rosa Luxemburg“ von Margarethe von Trotta gewann.

Großer Preis der Jury: „120 battements par minute“

Mit dem Großen Preis der Jury, der zweitwichtigsten Auszeichnung des Festivals, wurde das Aids-Drama „120 battements par minute“ des Franzosen Robin Campillo gewürdigt. Der Jurypreis ging an den Russen Andrej Swjaginzew für sein Familiendrama „Nelyubov (Loveless)“. Für die beste Regie vergab die Jury den Preis an die US-Amerikanerin Sofia Coppola für ihr Historienstück „Die Verführten“.

Die Auszeichnung für das beste Drehbuch verlieh die Jury an zwei Filme: Die Griechen Giorgos Lanthimos und Efthimis Filippou gewannen mit dem Psychothriller „The Killing of a Sacred Deer“ mit Nicole Kidman und Colin Farrell - während die Schottin Lynne Ramsay für ihren Thriller „You Were Never Really Here“ ausgezeichnet wurde. Ihr Hauptdarsteller Joaquin Phoenix wurde außerdem als bester Schauspieler geehrt.

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