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Barenboim und sein Orchester spielen für den Papst

Kirchen Barenboim und sein Orchester spielen für den Papst

Star-Dirigent Daniel Barenboim schwingt erneut den Taktstock für Papst Benedikt XVI.: Das West-Eastern Divan Orchestra des Maestros Barenboim (69) spielte am Mittwochabend in der päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo für den musikbegeisterten Benedikt (85).

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Papst Benedict XVI. applaudiert Daniel Barenboim in Castel Gandolfo.

Quelle: L'Osservatore Romano.

Rom. Das religionsübergreifende Orchester, das 1999 gegründet wurde und Musiker aus Israel, Palästina und anderen arabischen Ländern vereint, gratulierte dem Papst damit zu seinem Namenstag. Auch Italiens Staatspräsident Giorgio Napolitano (87) nahm an dem Konzert teil.

Bereits zum zweiten Mal in kurzer Zeit musizierte Barenboim für den Papst. Erst im Juni hatte der argentinisch-israelische Dirigent, der in Berlin lebt, an der Mailänder Scala - wie zuvor Riccardo Muti im Vatikan - ein Konzert für Benedikt gegeben. Dabei staunte er über die Musikkenntnis des Papstes und seine "berührenden" Worte zu Beethoven.

Auch in Castel Gandolfo stand mit der 5. und 6. Sinfonie Ludwig van Beethoven auf dem Programm, also die "Schicksalssinfonie" und die "Pastorale". Benedikt würdigte die künstlerische Leitung des Orchesters und die Idee, Musik für die Harmonie zwischen den Völkern und Religionen sowie für den Frieden in der Welt wirken zu lassen.

Der seit 20 Jahren in Berlin lebende Barenboim sagte, er wolle sich gern mit Benedikt unterhalten, weil die ganze Beziehung zwischen Religion und Musik ein "sehr wichtiges Thema" sei.

Der Namenstag des Papstes wurde damit, nach den Feiern am 19. März zum heiligen Joseph, zum zweiten Mal gefeiert. Denn der 11. Juli ist wiederum der Tag des heiligen Benedikt von Nursia.

Das Konzert von Spitzenqualität dürfte für den Papst eine willkommene Ablenkung im Urlaub gewesen sein - auch weil der Vatikan gerade eine Unterlassungsklage gegen das deutsche Satiremagazin "Titanic" lanciert hat. Er sieht die Persönlichkeitsrechte Benedikts durch die Titel- und Rückseite der jüngsten Ausgabe verletzt.

dpa

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