14 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Malmö setzt auf Eurovision-"Familienfest"

Medien Malmö setzt auf Eurovision-"Familienfest"

Schweden will den Trend zum Gigantismus beim Eurovision Song Contest (ESC) im nächsten Mai in Malmö stoppen. "So wird das Schlagerfestival ein Volksfest", kommentierte die Ortszeitung "Sydsvenskan" am Montag die Vergabe des Großereignisses in die Provinzmetropole, die den Vorzug vor der favorisierten Hauptstadt Stockholm bekam.

Voriger Artikel
Hollywood trauert um Ernest Borgnine
Nächster Artikel
Noomi Rapace erobert Hollywood

Flagge mit dem Wappen von Malmö weht vor dem Rathaus der südschwedischen Stadt.

Quelle: Jens Wolf

Stockholm/Malmö. Ausdrücklich bestätigt wurde die Orientierung auf Atmosphäre statt auf Rekordzahlen von Eva Hamilton, Chefin des ausrichtenden TV-Senders SVT. "Das wird ein Familienfest für ganz Europa. Das multikulturelle Malmö ist der ideale Austragungsort für dieses internationale Großereignis", hatte sie bei der Bekanntgabe am Sonntag gesagt. Malmö ist Schwedens drittgrößte Stadt und hat einen hohen Anteil von Zuwanderern unter seinen 300 000 Einwohnern.

Der Musikwettbewerb wird im kommenden Jahr zum fünften Mal in Schweden ausgetragen. Die Sängerin Loreen hatte im Mai den diesjährigen Contest im aserbaidschanischen Baku gewonnen und somit automatisch den Wettbewerb in ihr Heimatland geholt.

Die beiden Halbfinals am 14. und 16. Mai sowie das Finale am 18. Mai 2013 sollen in der 2008 fertiggestellten Malmö Arena ausgetragen werden, die Platz für 15 000 Zuschauer bietet. Stockholm hatte mit deutlich höheren Kapazitäten des noch im Bau befindlichen Nationalstadions ("Friends Arena") mit bis zu 65 000 Plätzen gelockt.

SVT-Programmchef Martin Österdahl meinte zum Zuschlag für David statt Goliath: "Die Entwicklung der letzten Jahre mit immer größeren Hallen und steigenden Kosten ist kein tragfähiges Modell für den Eurovision Song Contest und hat das Erlebnis nicht größer gemacht." Die Entscheidung für Malmö sei Ergebnis einer "umfassenden Bewertung".

Konkrete Zahlen über die Kosten machte SVT noch nicht. Der ständig größere Aufwand galt auch als zunehmendes Hindernis für kleinere Länder als Veranstalter. Zuletzt hatte sich die ARD nach dem Sieg von Lena 2010 in Oslo für Provinz statt Hauptstadt entschieden: Der ESC 2011 war zur großen Enttäuschung der Berliner Bewerber an Düsseldorf gegangen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten: Kultur aus der Welt 2/3