17 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
"Mister Sportschau" Werner Zimmer gestorben

Medien "Mister Sportschau" Werner Zimmer gestorben

Der als "Mister Sportschau" bekanntgewordene Journalist Werner Zimmer ist tot. Der ehemalige Programmdirektor des Saarländischen Rundfunks (SR) starb am Montagabend nach längerer Krankheit im Alter von 78 Jahren, wie der SR am Dienstag in Saarbrücken berichtete.

Voriger Artikel
Pulitzer-Preis für Weltkriegs-Roman von Anthony Doerr
Nächster Artikel
ZDF hält an Show "1000" fest

Werner Zimmer ist tot. Foto: Marco Kohlmeyer

Saarbrücken. Zimmer war 40 Jahre für den ARD-Sender des kleinsten deutschen Flächenlandes tätig, zum Ende seiner aktiven Zeit auch als stellvertretender Intendant. Politiker aller Couleur würdigten die Verdienste des Sportjournalisten.

Einem breiten Publikum wurde Zimmer durch die ARD-"Sportschau" bekannt, die er zwischen 1966 und 1993 moderierte. Unter anderem war der Journalist auch Chef des Tour-de-France Teams von ARD und ZDF. Zimmer studierte Geschichte, Theologie und Sport und legte dann eine Traumkarriere hin. Ein Steckenpferd blieb für ihn die Leichtathletik, die er in seiner Jugend selbst betrieben hatte. Unter anderem war er jahrelang Vize-Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes.

SR-Intendant Thomas Kleist würdigte den Verstorbenen als "herausragende Persönlichkeit für den Saarländischen Rundfunk, für die ARD und für das gesamte öffentlich-rechtliche System." Als Sportberichterstatter sei er als Experte anerkannt und als Reporter und Moderator gefragt gewesen.

Saar-Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) erklärte: "Für viele Menschen war eine Sportschau ohne Werner Zimmer nicht vorstellbar." Er habe den nationalen und internationalen Sport nicht nur im Fernsehen begleitet, "sondern nutzte die große Bühne auch stets zum Wohle seiner Heimat." Saar-SPD-Landeschef, Bundesjustizminister Heiko Maas, betonte, mit Zimmers Tod verstumme "eine große Stimme - bleiben werden jedoch Erinnerungen an wunderbare Sport-Momente".

Der früherer Ministerpräsident Oskar Lafontaine (heute Linke) erklärte: "In der Welt des Sports hat Werner Zimmer dem Saarland über viele Jahre ein Gesicht gegeben. Seine Leidenschaft für den Sport und seine Fairness waren für seine Kollegen Beispiel und Ansporn." Zimmer war verheiratet und lebte zuletzt in St. Ingbert.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten: Kultur aus der Welt 2/3